Lufthansa-Chef: „In unruhigen Zeiten wollen wir der Fels in der Brandung sein.“

Lufthansa-Chef
„In unruhigen Zeiten wollen wir der Fels in der Brandung sein.“

Lufthansa-Chef Christoph Franz sieht sein Unternehmen trotz der unsicheren Weltlage gut gewappnet. Hoffnungen setzt er insbesondere auf das Südamerika-Geschäft. Sorgen bereitet ihm aber der "sehr wichtige Markt" Japan.
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New York

"Wir werden ordentlich durch die Krise kommen", sagte Franz Handelsblatt Online in New York. "Das ist unser Anspruch: In unruhigen Zeiten wollen wir der Fels in der Brandung sein." Unwägbarkeiten sieht Franz angesichts der Umweltkatastrophe in Japan und der politischen Umbrüche im arabischen Raum in der weiteren konjunkturellen Entwicklung weltweit.

Weder der steigende Ölpreis noch der schwache Dollar könnten dem Unternehmen derzeit viel anhaben. "Für beides sind wir gut abgesichert", erklärte Franz. Ein viel größerer Unsicherheitsfaktor sei da eine schwächelnde Konjunktur, die zu einem Nachfragerückgang in der Luftfahrt führen könnte. Die Branche werde wohl nicht ohne Blessuren davonkommen.

Für das Amerika-Geschäft der Lufthansa erwartet Franz weiterhin Wachstum. "Insbesondere für Südamerika bin ich sehr optimistisch." Die Lufthansa hat dort gerade mit Bogota und Rio zwei neue Destinationen in ihren Flugplan aufgenommen. Für das Geschäft in Nordamerika hingegen gelte ebenfalls: Abwarten, wie die Konjunktur sich entwickelt. Der neue Airbus A 380 sei ein echter Publikumsmagnet. Künftig will die Lufthansa den Riesenflieger auch auf Strecken nach San Francisco einsetzen.

Die politischen Umwälzungen in Nordafrika solle man nun als Chance begreifen, so Franz. "Ich freue mich sehr, dass die Demokratiebewegungen dort so schnell so große Bedeutung bekommen haben." Für die betroffenen Länder ergäben sich nun neue Möglichkeiten. Dies gelte zum Beispiel für Ägypten, das gute Chancen habe, sich wirtschaftlich zu entwickeln. Wichtig sei für die Branche, dass Japan ("ein sehr wichtiger Markt") sich schnell erhole.

Der Lufthansa-Chef ist derzeit auf Roadshow bei Investoren in den USA. In New York verabschiedete Franz am Dienstagabend den bisherigen Chef des Passagiergeschäfts in den USA, Jens Bischof, der als Chef Passage der Lufthansa nach Frankfurt wechselt und damit einen der wichtigsten Posten bei dem Luftfahrtsunternehmen einnimmt. Auf ihn folgt Jürgen Siebenrock, der bislang im Cargo-Geschäft beheimatet war.

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