Lufthansa gegen Piloten
Ein Konflikt ohne Ende

Die Schlichtung im Tarifstreit mit den Lufthansa-Piloten ist beendet. Ob es zu einer Einigung kommt oder neue Streiks drohen, bleibt offen. Warum eine Lösung in dem verfahrenen Konflikt so schwer fällt.
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FrankfurtEs ist ein Ende ohne ein richtiges Ende. An diesem Dienstag ist die Frist ausgelaufen, die sich Lufthansa und die Pilotenvertretung Vereinigung Cockpit (VC) für die Schlichtung ihres Streits um die Bezahlung der Flugzeugführer von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings gesetzt haben. Die Gespräche in Frankfurt unter Leitung des Schlichters Gunter Pleuger gingen planmäßig zu Ende ohne, dass es zu einer Einigung gekommen wäre. Bis zum 10. Februar muss der Ex-Diplomat Pleuger nun seinen Schlichterspruch formulieren, den wiederum dann beide Tarifpartner akzeptieren müssen.

Für die Passagiere bedeutet das: Sie müssen vorerst weiter bangen. Zwar dürfte bis zur abschließenden Entscheidung über den Schlichterspruch kein weiterer Streik auf Seiten der Piloten drohen. Sollte aber der Kompromissverschlag von Pleuger auf Ablehnung stoßen, könnte es rasch mit der vorübergehenden Streikruhe vorbei sein. Das gilt auch für den Fall, dass der Schlichter sich am Ende außerstande sehen sollte, überhaupt einen belastbaren Kompromiss zu formulieren.

Selbst wenn der Streit um die Entgelte der 5400 betroffenen Piloten tatsächlich geschlichtet werden könnte, ist Ruhe nicht garantiert. Denn es sind mindestens weitere zehn Tarifthemen zwischen der VC und der Lufthansa-Spitze seit vielen Jahren nicht geklärt – darunter etwa die äußerst komplexe und emotional aufgeladene Frage, wie die Ruhestandsregelungen künftig aussehen sollen.

Bleibt also zu hoffen, dass es Pleuger gelingt, wenigstens im Streit um das Entgelt eine Kompromisslinie zu finden. Schon das ist heikel. Lufthansa hatte zuletzt eine Lohnsteigerung von insgesamt 4,4 Prozent über eine Laufzeit von sechs Jahren sowie eine Einmalzahlung angeboten. Die VC fordert dagegen 3,7 Prozent mehr Geld im Jahr rückwirkend ab 2012 – was sich auf ein Gehaltsplus von 20 Prozent summiert.

Für beide Seiten geht es in dem Konflikt um enorm viel. Lufthansa könne ein solches Gehaltsplus nicht akzeptieren, argumentiert der Konzern. „Wir als Lufthansa kommen aus der Phase einer Staatsairline. Mit den Tarifbedingungen aus dieser Zeit, die teilweise noch heute gelten, können Sie im heutigen Wettbewerb nicht mehr bestehen“, hat Lufthansa-Chef Carsten Spohr gerade erst in einem Interview mit der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ erklärt.

Das ist richtig, aber auch nur ein Teil der Wahrheit. Denn auch an anderen Stellen leistet sich der Konzern nach wie vor Kosten, die nicht wettbewerbsfähig sind. Das Unternehmen neigte in der Vergangenheit zu einer gewissen Komplexität was Prozesse aber auch Strukturen angeht. Diese Altlasten zu bereinigen dauert immer noch an.

Und so konterte VC-Sprecher Jörg Handwerg die Argumente von Spohr schon mehrfach mit dem Hinweis: „Die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit der Lufthansa hängt nun wirklich nicht alleine an den Pilotengehältern.“ Und schiebt bei der Gelegenheit gerne süffisant nach, dass zu den weltweit mit am besten bezahltesten Piloten jene von Southwest gehörten, eine erfolgreiche amerikanische Billig-Airline.

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  • Pardon, ca. 2 Milliarden nur bei Eurowings. Der Konzernumsatz beträgt 32 Milliarden. Die Pensionsansprüche dürften bei dem Doppelten liegen, hochgerechnet, wobei alle Altlasten noch garnicht erfasst sind! D.h., alle arbeiten, ungefähr, nur für die Pensionsansprüche der Topverdiener.

  • Jetzt der Faktencheck! Bei 20.000 Angestellten und 2 Milliarden Umsatz p.a., sind die Pensionansprüche, nur der Piloten, geschätzt, über durchschnittlich 25 Jahre, ein Kostenfaktor von ca. 10 Milliarden und mehr! Also unbezahlbar!
    Solche Lasten liegen auch auf den staatlichen Haushalten, aller Art. Bye,bye, allesamt! Deshalb wird D abgestoßen, nein, verschenkt!

  • Erst mit AM und gegen die ZB, dann die DB, dann VW, dann die LH, dann die DB (Schiene!), dann der Rest von D ! So siehst die Schmierenkomödie aus! Schmieren, bitte, im wahrsten Sinne des Wortes, zu verstehen ! Deshalb läuft es so rund! Satire, aus!

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