Lufthansa gemieden: Österreich will Selbstständigkeit der Fluglinie Aua sichern

Lufthansa gemieden
Österreich will Selbstständigkeit der Fluglinie Aua sichern

Der österreichische Finanzminister Karl-Heinz Grasser spricht sich gegen eine weitreichende Beteiligung der Lufthansa an der österreichischen Fluglinie Austrian Airlines (Aua) aus.

DÜSSELDORF. „Die Selbstständigkeit ist für uns aus strategischen Überlegungen heraus eine Grundvoraussetzung für alle weiteren Entscheidungen“, sagte ein Sprecher Grassers dem Handelsblatt. Der Staat hält über seine Beteiligungsgesellschaft ÖIAG knapp 40 Prozent der Aua-Anteile.

Die Fluglinie sucht derzeit nach einem neuen Chef als Nachfolger des Dänen Vagn Sörensen, der das Unternehmen in diesem Jahr verlassen wird. Gestern haben sich drei Kandidaten bei der ÖIAG vorgestellt. Star Alliance-Chef Jaan Albrecht, Condor-Boss Ralf Teckentrup und der ehemalige Aua-Manager Wolfgang Prock-Schauer, der heute die indische Jet Airways leitet. Sie sollten erklären, wie sie die verlustreiche Aua wieder auf Gewinnkurs bringen wollen.

Da das Finanzministerium jetzt auf den Alleingang setzt, dürften die drei Kandidaten, die eher als Vertreter einer Allianz-Lösung mit der Lufthansa gelten, wenig Chancen haben. In der Branche wird deswegen der derzeitige Siemens-Österreich-Vorstand Alfred Ötsch favorisiert, der bislang aber noch nicht seine Zustimmung zu dem Jobangebot signalisiert hat.

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