Lufthansa-Konkurrent
Turkish Airlines fliegt der Konkurrenz davon

Seit Jahresbeginn verzeichnet Turkish Airlines ein kräftiges Plus bei den Passagierzahlen. In Zukunft will die Airline weiter wachsen – mit einem Billigflieger in Richtung Deutschland und Angeboten für Patienten.

IstanbulEine Flughafen-Lounge für VIP-Gäste, größer als so mancher komplette Flughafen in Europa. So macht Turkish Airlines Werbung unter Vielfliegern. So ungefähr lautet auch der Anspruch des Unternehmens: Die Türken wollen zur größten Airline im europäischen Raum aufsteigen.

In den ersten neun Monaten ist Vorstandschef Temel Kotil diesem Ziel wieder einen Schritt näher gekommen. Die Zahl der Fluggäste zwischen Januar und September stieg um 12,2 Prozent auf 46,5 Millionen, gab der börsennotierte Konzern am Montag bekannt. Um 5,1 Millionen Passagiere stieg das Aufkommen demnach im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Den größten Zuwachs verzeichnet Turkish Airlines bei Gästen, die Istanbul nur zum Zwischenstopp nutzen. Im sogenannten „international-to-international“-Transfer stieg das Passagieraufkommen laut Pflichtmitteilung sogar um 16,8 Prozent. Die Auslastung mit Gepäck und anderen Gütern auf Turkish-Airlines-Maschinen sank hingegen um 0,8 Prozentpunkte auf im Schnitt 79 Prozent pro Flug.

Der deutsche Konkurrent und Star-Alliance-Partner Lufthansa kämpft heftig mit der Konkurrenz im Ausland. Vor allem die Staats-Airlines am Golf haben mit besonderen Fernreise-Angeboten dem Kranich Kunden abgejagt. Außerdem hat Lufthansa Probleme mit den eigenen Mitarbeitern: Neben Streikkosten von 232 Millionen Euro zogen vergangenes Jahr höhere Pensionslasten die Airline in die roten Zahlen. Nach deutscher Rechnungslegung (HGB) flog Europas größter Luftverkehrskonzern vergangenes Jahr 732 Millionen Euro Verlust ein.

Bei Turkish Airlines läuft es dagegen rund. Die Fluggesellschaft hatte ihren Reingewinn im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben auf 1,819 Milliarden Lira (648,7 Millionen Euro) mehr als verdoppelt, wie das Unternehmen bereits im Februar bekanntgab. Der Umsatz nahm verglichen mit dem Vorjahr um 29 Prozent auf umgerechnet 8,6 Milliarden Euro zu, gab die teilverstaatlichte Airline damals bekannt. Turkish Airlines gehört zu 49,12 Prozent dem Staat, die restlichen Anteile werden an der Istanbuler Börse gehandelt.

Seite 1:

Turkish Airlines fliegt der Konkurrenz davon

Seite 2:

Wie Turkish wachsen will

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%