Lufthansa: Mayrhuber löst Weber als Chefaufseher ab

Lufthansa
Mayrhuber löst Weber als Chefaufseher ab

Der vormalige Lufthansa-Vorstandschef aus Österreich, Wolfgang Mayrhuber, übernimmt im Mai den Vorsitz im Aufsichtsrat der Lufthansa. Er löst damit den langjährigen „Mister Lufthansa“ Jürgen Weber ab.
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FrankfurtIm Aufsichtsrat der Lufthansa steht eine Zeitenwende an. An der Spitze wird der langjährige „Mister Lufthansa“ Jürgen Weber wie geplant von Wolfgang Mayrhuber abgelöst. Die Fluggesellschaft bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der „Börsenzeitung“.

Mayrhuber, der vormalige Lufthansa-Vorstandschef aus Österreich, hat eine zwei Jahre währende „Abkühlungsphase“ hinter sich. Er dürfte bei der Hauptversammlung am 7. Mai in Köln den Vorsitz im Aufsichtsgremium übernehmen. Der 71 Jahre alte Weber, der Lufthansa von 1991 bis 2003 als Vorstandschef gelenkt hatte und danach oberster Aufseher war, scheidet aus.

Mit Merck-Chef Karl-Ludwig Kley rückt ein weiterer Branchenkenner in den Aufsichtsrat. In seiner früheren Funktion als Lufthansa-Finanzchef arbeitete er sowohl mit Weber als auch mit Mayrhuber eng zusammen. Für ihn soll der frühere Lufthansa-Vorstand Klaus Schlede aus dem Gremium weichen. Die Besetzung der übrigen Sitze der Anteilseigner bleibe unverändert.

Auch im Vorstand der Fluggesellschaft tut sich offenbar etwas: Personalvorstand Stefan Lauer will das Unternehmen laut einem Bericht der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ zum 30. Juni verlassen. Genaue Gründe würden nicht genannt, schreibt die Zeitung in der Donnerstagausgabe unter Berufung auf zuverlässige Quellen im Umfeld des Unternehmens. Ein Lufthansa-Sprecher sagte der dpa am Mittwochabend, er könne den Bericht nicht bestätigen.

Die „FAZ“ schreibt weiter, Lauer solle weiterhin beratend für die Lufthansa tätig bleiben und sich unter anderem um eine Vertiefung der Kooperation mit Turkish Airlines kümmern. Außerdem solle er Gespräche über eine engere Zusammenarbeit mit Air China begleiten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Sehr schade!

    Mit Jürgen Weber geht einer der letzten charismatischen Männer, der obendrein immer den Kunden an erster Stelle sah.

    Herr Wolfgang Mayrhuber muss nun den "Scherbenhaufen", den ihm Herr Chr. Franz bereitet und vmtl.hinterlassen wird aufräumen.

    Mit Herrn Franz, den schon Herr Mehdorn bei der Deutschen Bahn gefeuert hat, ist die einstige Premium Airline zu einer Mittelmass-Airline verkommen. Ich komme gerade aus Bangkok zurück und hatte einen First Class Flug. Das Fluggerät war eine A340 mit First Class Bestuhlung im "retro Design" der 80er Jahre. Schlafen war auf dem "hügeligen" Sitz kaum möglich. Aber die Zeit mit Filem zu verbringen war fast noch nostalgischer; der TV Monitor hat ein winziger Bildschirm mit gerade mal 480 x 640 Bildpunkten. Jeder Charter-Flieger bietet hier mehr.

    Herr Franz "knebelt" aber nicht nur seine Kunden, sondern auch sein Personal. Die Stimmung intern ist ausgesprochen schlecht; das "Wir-Gefühl", welches Herr Weber noch den Mitarbeitern vermitteln konnte ist verflogen. Auch dies ist einer der Hintergründe des jetzigen Streiks.

    Herr Franz ist eine völlige Fehlbesetzung und wird diese einst so stolze Airline niemals allein mit Sparmassnahmen am Kunden, beim Fluggerät sowie Personal zu altem Ruhm zurückführen können.


  • Sehr schade!

    Mit Jürgen Weber geht einer der letzten charismatischen Männer, der obendrein immer den Kunden an erster Stelle sah.

    Herr Wolfgang Mayrhuber muss nun den "Scherbenhaufen", den ihm Herr Chr. Franz bereitet und vmtl.hinterlassen wird aufräumen.

    Mit Herrn Franz, den schon Herr Mehdorn bei der Deutschen Bahn gefeuert hat, ist die einstige Premium Airline zu einer Mittelmass-Airline verkommen. Ich komme gerade aus Bangkok zurück und hatte einen First Class Flug. Das Fluggerät war eine A340 mit First Class Bestuhlung im "retro Design" der 80er Jahre. Schlafen war auf dem "hügeligen" Sitz kaum möglich. Aber die Zeit mit Filem zu verbringen war fast noch nostalgischer; der TV Monitor hat ein winziger Bildschirm mit gerade mal 480 x 640 Bildpunkten. Jeder Charter-Flieger bietet hier mehr.

    Herr Franz "knebelt" aber nicht nur seine Kunden, sondern auch sein Personal. Die Stimmung intern ist ausgesprochen schlecht; das "Wir-Gefühl", welches Herr Weber noch den Mitarbeitern vermitteln konnte ist verflogen. Auch dies ist einer der Hintergründe des jetzigen Streiks.

    Herr Franz ist eine völlige Fehlbesetzung und wird diese einst so stolze Airline niemals allein mit Sparmassnahmen am Kunden, beim Fluggerät sowie Personal zu altem Ruhm zurückführen können.

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