Lufthansa: Mehr Passagiere trotz Pilotenstreiks

Lufthansa
Mehr Passagiere trotz Pilotenstreiks

Zehn Mal streikten die Lufthansa-Piloten im vergangenen Jahr, der Tarifstreit der Airline mit der Gewerkschaft Cockpit dauert bereits ein Dreivierteljahr an. Dennoch kann der Konzern die Zahl seiner Fluggäste steigern.
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DüsseldorfTrotz des monatelangen Pilotenstreiks hat der Lufthansa-Konzern im vergangenen Jahr abermals die Marke von 100 Millionen Passagieren übertroffen. 2014 steigerte die Lufthansa die Zahl der Fluggäste um 1,3 Prozent auf 106 Millionen, wie Europas größte Fluggesellschaft am Montag bekannt gab.

Zudem waren die Flieger besser ausgelastet: der Sitzladefaktor stieg um 0,3 Prozentpunkte auf 80,1 Prozent, im Schnitt waren also acht von zehn Sitzen besetzt. Im Dezember führte der Pilotenstreik jedoch zu einem Passagierrückgang von 1,3 Prozent auf 7,2 Millionen. Und auch der Sitzladefaktor sank um einen halben Prozentpunkt auf 77,5.

Neben der Hauptmarke Lufthansa gehören auch Austrian Airlines, Swiss und Germanwings zu dem Traditionsunternehmen, das sich seit nunmehr einem Dreivierteljahr in einer Tarifauseinandersetzung mit der Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit befindet.

Bei dem Streit geht es vor allem um betriebsinterne Vorruhestandsregelungen, die die Lufthansa aus Wettbewerbsgründen nicht mehr weiterfinanzieren möchte. Den Piloten sind auch Pläne des Vorstands für eine Billig-Airline ein Dorn im Auge.

Mit den neuen Fluglinien auf der Kurz- und Langstrecke will Konzernchef Carsten Spohr verlorene Marktanteile von Rivalen wie Ryanair in Europa oder Emirates im Interkontinentalgeschäft wiedergewinnen. Die Flugzeuge sollen nicht von den teuren Konzern-Piloten geflogen werden. Die Piloten legten die Kranich-Airline seit April bereits zehn Mal lahm. Der Schaden summiert sich auf 200 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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