Lufthansa-Partner will sich wieder in drei Regionalgesellschaften aufteilen
Piloten machen den Weg für einen SAS-Neuanfang frei

Mit Hilfe einer neuen Konzernstruktur will die skandinavische Fluggesellschaft SAS wieder in die schwarzen Zahlen fliegen: Eine Einigung mit den Gewerkschaften hat in letzter Sekunde die von der SAS-Leitung angestrebte Aufteilung der skandinavischen Fluggesellschaft in vier unabhängige Gesellschaften möglich gemacht.

STOCKHOLM. Wie SAS-Chef Jørgen Lindegaard gestern in Stockholm mitteilen konnte, wird die von Dänemark, Norwegen und Schweden betriebene Airline in drei nationale Gesellschaften und eine Holding aufgeteilt, die auch für die interkontinentalen Flüge verantwortlich sein wird. Lindegaard hatte in einem Handelsblatt-Gespräch vor zwei Wochen die Aufteilung als „letzte Chance“ für die Airline bezeichnet. Schwierige Tarifverhandlungen mit den insgesamt 39 Gewerkschaften in drei Ländern hatten jedoch bis zuletzt die Chancen der Aufteilung in vier unabhängige Einheiten in Frage gestellt.

Doch in der vergangenen Nacht gaben die rund 2000 SAS-Piloten der Konzernforderung nach Gehaltskürzungen und längeren Arbeitszeiten nach. Damit hat Lindegaard grünes Licht für die umfassende Umstrukturierung der 1918 gegründeten Airline erhalten. SAS-Chef Lindegaard hatte bei einem Scheitern der schwierigen Verhandlungen mit weiteren Entlassungen gedroht.

„Ich bin sehr zufrieden“, konnte er denn auch am Vormittag in Stockholm verkünden. Auch die Investoren der zu rund 50 % in staatlichem Besitz befindlichen Fluggesellschaft können sich freuen: Die SAS-Aktie zog in Stockholm zwischenzeitlich um rund 12 % an, gab später allerdings wieder etwas nach. Auch Analysten äußerten sich positiv über die erzielte Einigung.

Mit den nun verabschiedeten Maßnahmen will die SAS noch einmal 1,5 Mrd Kronen ( 163 Mill. Euro) einsparen und kann damit das im vergangenen Jahr angekündigte Sparprogramm „Turnaround 2005“ von insgesamt 14 Mrd. Kronen bis 2005 erreichen. Danach sollen wieder schwarze Zahlen geschrieben werden. 2006 will die SAS wieder einen Gewinn von etwa 5 Mrd. Kronen einfliegen. Der Konzern mit seinen rund 33 000 Mitarbeitern leidet seit geraumer Zeit unter den Auswirkungen der Terroranschläge und der Konkurrenz durch die Billigflieger. Im vergangenen Jahr musste die SAS mit einem Minus von 164 Mill. Euro den höchsten Verlust in der Unternehmensgeschichte einstecken.

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