Lufthansa, Ryanair, Air France Airline-Chefs warnen vor Protektionismus

Keine Branche operiert so global wie die Luftfahrt. In Brüssel ringen die Chefs der größten Fluggesellschaften Europas um eine Antwort auf die „America-first“-Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump.
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Die Fluggesellschaften hoffen, dass das Prinzip eines „offenen Himmels“ auch in Zeiten Trumps Bestand haben wird. Quelle: dpa
Unsichere Zeiten

Die Fluggesellschaften hoffen, dass das Prinzip eines „offenen Himmels“ auch in Zeiten Trumps Bestand haben wird.

(Foto: dpa)

BrüsselNein, sagt Willie Walsh, Chef der britisch-spanischen Airline-Gruppe IAG. Er mache sich keine Sorgen wegen der zunehmenden Abschottung Nordamerikas unter dem neuen US-Präsidenten Donald Trump. „Der offene Himmel zwischen Großbritannien, Europa und den USA hat viele Vorteile gebracht“, sagt der Luftfahrtmanager, und fügt hinzu: „Die Dynamik war sehr gut, ich kann mir nicht vorstellen, dass das jemand wieder umdrehen will.“

Ist es berechtigte Zuversicht oder nur die vage Hoffnung, dass schon nichts passieren wird? So ganz klar wird die Stimmungslage der europäischen Airline-Manager an diesem Mittwoch im Saal des Concert Noble in unmittelbarer Nähe zur EU-Kommission nicht.

Mit welchen Airlines Sie pünktlich landen – und mit welchen nicht
Platz 10: Qantas (Australien)
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Aus über 500 Quellen haben die Experten von Flightstats ausgewertet, wie viele Flüge der internationalen Airlines im Jahr 2016 mit Verspätung gelandet sind. In der Rangliste der großen Fluggesellschaften kommt die australische Qantas mit 15,7 Prozent unpünktlichen Flügen auf Platz zehn.

Quelle: Flightstats/Bloomberg

Platz 9: TAM Linhas Aéreas (Brasilien)
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Die Airline ist die brasilianische Tochter des südamerikanischen Luftfahrtkonzerns Latam. 2016 waren 14,93 Prozent der Landungen verspätet.

Platz 8: Delta Air Lines (USA)
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Die größte Airline der USA fliegt von ihrem Knotenpunkt Atlanta aus Ziele weltweit an. Das Unternehmen führte 2016 rund 1,9 Millionen Flüge an – nur 14,83 Prozent davon kamen verspätet an.

Platz 7: Singapore Airlines (Singapur)
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Die Fluglinie aus dem ostasiatischen Stadtstaat fliegt Ziele auf der ganzen Welt an. Von den gut 85.000 Flügen im Jahr 2016 kamen 14,55 Prozent unpünktlich an.

Platz 6: ANA (Japan)
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All Nippon Airways ist die größte japanische Airline. Im vergangenen Jahr landeten 14,46 Prozent der Flüge mit Verspätung.

Platz 5: Austrian (Österreich)
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Die Lufthansa-Tochter aus Österreich hat es mit ihrer Pünktlichkeitsbilanz auf den fünften Platz geschafft. 14,26 Prozent der Ankünfte waren 2016 verspätet.

Platz 4: Qatar Airways (Katar)
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Von den angriffslustigen Airlines vom persischen Golf hat es nur die Fluggesellschaft aus dem Emirat Katar in die Spitze geschafft. Hier kamen vergangenes Jahr 13,66 Prozent der Flüge zu spät an.

Alle sind sie nach Brüssel gekommen: Lufthansa-Chef Carsten Spohr, Carolyn McCall (Easyjet), Michael O’Leary (Ryanair), Walsh von der IAG und Jean-Marc Janaillac, CEO von Air France-KLM. Der vor einem Jahr gegründete Airline-Verband A4E hat geladen, um Bilanz zu ziehen – vor allem zu Themen wie den lästigen Streiks der Fluglotsen in Europa, den Airport-Gebühren oder den Ticketsteuern, die in einigen Ländern, darunter Deutschland, erhoben werden.

Doch immer wieder rücken die aktuellen politischen Ereignisse in den Fokus: Die Wahl des nationalistischen US-Präsidenten, der Austritt von Großbritannien aus der EU (Brexit) – das kann eine Branche nicht kalt lassen, deren Geschäftsmodell wie das kaum einer anderen Branche auf Globalisierung aufbaut. Doch die Airline-Chefs tun sich spürbar schwer mit einer konkreten Einschätzung der Situation, vor allem, wenn es um die Frage der Folgen geht.

„Wir wissen nicht genau,  was passieren wird“, räumt Easyjet-Chefin McCall freimütig ein, als sie auf den Brexit angesprochen wird. Klar sei derzeit nur, dass man als britische Airline vorsorglich eine Betriebslizenz (AOC) in einem anderen europäischen Land suche, um auch nach einem Brexit in den Genuss europäischer Verkehrsrechte zu kommen.

Doch wirkliche Antworten auf die geopolitische Lage haben die Airline-Chefs  nicht. Und so bleibt es vor allem bei Plädoyers und Bekenntnissen. „Wir Airlines sind die Guten in der Globalisierung. Wir bekennen uns zu Frieden und Freiheit und offene Märkte“, sagt Lufthansa-Chef Spohr: „Unsere Wurzel ist es, Menschen und Länder zu verbinden.“ Und Janaillac, Chef von Air France-KLM, ergänzt: „Der offene Himmel war auch gerade für US-Airlines gut, das sollte keiner vergessen.“

Und sollten die politischen Verwerfungen am Ende doch Folgen für die Luftfahrtbranche haben, hat Spohr ein Trostpflaster: „Die Airline-Industrie hat es gelernt, schnell auf Veränderungen zu reagieren. Das ist für uns keine neue Situation.“

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  • "Herr Max Marx08.02.2017, 10:50 Uhr
    @ Marc Hofmann
    Selten so einen unqualifizierten Unsinn gelesen!!!
    Autonomes Fahren ist weit mehr als nur programmieren. Das Programmieren ist in diesem Bereich ein Hilfsjob. Die wahren Macher sind die Bauteileentwickler & Applikateure. Mal informieren ... bevor du Märchen postest."

    @Max Marx
    ich poste keine Märchen,
    sondern nur die Wahrheiten über die grünsozialistische Merkelregierung.
    Was wäre ich froh, wenn wir so lupenreine Demokraten wie Putin oder Trump an der macht hätten.
    Aber wir haben ja nur einen zaudernden Hosenanzug.
    Danke

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