Lufthansa-Streik Alle Frachtflüge finden statt

Trotz des Streiks der Pilotengewerkschaft Cockpit sollen alle Frachtflüge der Lufthansa Cargo am Mittwoch und Donnerstag stattfinden. Damit lässt die Fluggesellschaft den Arbeitskampf einmal mehr ins Leere laufen.
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Zwei Frachtflüge der Lufthansa Cargo sollen vorverlegt werden, um dem Streik zuvorzukommen. Quelle: dpa

Zwei Frachtflüge der Lufthansa Cargo sollen vorverlegt werden, um dem Streik zuvorzukommen.

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DüsseldorfGute Nachrichten für Kunden von Lufthansa Cargo: Die Fluggesellschaft will trotz Streik der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit am Mittwoch und Donnerstag alle Frachtflüge abwickeln. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Der Streik richtet sich gegen alle Frachtflüge, die vom Frankfurter Flughafen starten. Zwei Flüge wurden vorverlegt, um die Streik-Periode zu umgehen. Da Lufthansa Cargo die Hälfte seiner Fracht in Passagiermaschinen der Lufthansa und Austrian Airlines befördert, sollen die Auswirkungen für Kunden minimal sein.

Ursprünglich standen 21 Verbindungen auf der Kippe. Die Piloten-Gewerkschaft hatte angekündigt, Lufthansa Cargo von Mittwoch 3.00 Uhr durchgehend bis Donnerstag 22.30 Uhr zu bestreiken. Die Fracht-Fluglinie befördert elektronische Geräte wie Handys, Medizin, exotische Früchte oder auch Tiere.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Lufthansa den Piloten den Wind aus den Segeln nimmt. Bereits Mitte September gelang es der Fluggesellschaft, nach einem Streikaufruf für Langstreckenflüge genügend Ersatzpiloten zu mobilisieren und den Flugplan aufrechtzuerhalten. Die Lufthansa wurde von den Flugzeugführern in diesem Jahr bislang fünf Mal bestreikt.

Die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit kämpft gegen die Pläne der Konzernleitung für eine Ausweitungen der Billig-Ableger sowie für die Beibehaltung der Frührentenregelung für Piloten. Die Lufthansa sieht sich wegen der harten Konkurrenz nicht mehr in der Lage, die im Branchenvergleich großzügige Vorruhestands-Regeln zu finanzieren. Die Gewinneinbußen durch die Streiks summieren sich für die Lufthansa bislang auf mindestens 70 Millionen Euro.

Eine Annäherung in dem Tarifstreit ist nicht in Sicht. "Die Lufthansa rückt von ihren Maximalforderungen nicht ab", sagte ein Cockpit-Sprecher. Der Arbeitskampf werde fortgeführt. "Als nächstes könnte auch wieder das Passagiergeschäft von Lufthansa und Germanwings betroffen sein." Die Lufthansa hingegen fordert Cockpit auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Gleichzeitig stehen auch Streiks bei der Bahn an . Die Lokführer wollen den Bahnverkehr in Deutschland ab Dienstagabend von 21.00 Uhr bis 06.00 Uhr mit einem Streik weitgehend lahmlegen. Vor allem Berufspendler dürften am Mittwochmorgen von dem Ausstand betroffen sein. Der Stillstand bei der Bahn trifft Lufthansa Cargo nicht. Frachtlieferungen werden per Lastwagen an den Frankfurter Flughafen geliefert.

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  • Kann die Lufthansa nicht Piloten der im Verbund fliegenden Fluggesellschaften einsetzen? Es gibt doch bestimmt Piloten die Arbeit suchen.

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