Lufthansa-Streik
Jeder zweite Flug gestrichen

Lufthansa-Passagiere müssen sich erneut auf Flugausfälle und Verspätungen einrichten. Zum neunten Mal seit April geht die Piloten-Gewerkschaft Cockpit in den Ausstand. Heute Mittag soll der Streik beginnen.
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FrankfurtDie Piloten der Lufthansa wirbeln mit ihrem erneuten Streik den Flugplan von Europas größter Airline durcheinander. Wegen des am Montagmittag beginnenden Ausstands streicht die Lufthansa insgesamt 1350 Flüge, wie der Konzern mitteilte. Rund die Hälfte aller geplanten Verbindungen fällt aus. Insgesamt werden laut Lufthansa etwas mehr als 150.000 Passagiere von dem 36-stündigen Streik betroffen sein.

Seit Monaten streiten sich die Lufthansa und die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) über die Ruhestandsregelung für die rund 5400 Piloten des Konzerns. Die jüngsten Gespräche hatte die Gewerkschaft am Wochenende für gescheitert erklärt.

Der Deutschland- und Europaverkehr der Lufthansa von ihren Drehkreuzen Frankfurt und München entfällt ab Montagmittag um 12 Uhr. Wie Cockpit mitteilte, wird der Ausstand ab Dienstagfrüh (3 Uhr) bis Mitternacht auch auf Langstrecken und Fracht ausgeweitet. Die Langstrecke wird am Montag noch abgefertigt, wird aber Dienstag komplett stillstehen.

Enden soll der Streik am Dienstag um 23.59 Uhr. Die Töchter Swiss, Austrian Airlines, Germanwings und Air Dolomite sind nicht betroffen. Der Ausstand entbehre erneut jeglicher Verhältnismäßigkeit, erklärte die Lufthansa. „Wir rufen die VC zur unverzüglichen Fortsetzung der Gespräche auf.“ Lufthansa sei jederzeit dazu bereit.

Gestritten wird vor allem um die Übergangsversorgung für die rund 5400 Piloten im Konzern. Die Fluggesellschaft will, dass ihre Piloten künftig frühestens mit 60 statt wie bisher mit 55 Jahren in den bezahlten Vorruhestand gehen können. Die Piloten wehren sich dagegen.

Strittig sind zusätzlich die Gehälter der Piloten und die künftige Billig-Strategie des neuen Konzernchefs Carsten Spohr, die von den Piloten nicht mitgetragen wird. Beim Billigableger Eurowings und einer geplanten Billigtochter für die Langstrecke gilt der Konzerntarifvertrag nicht. Piloten und Flugbegleiter verdienen deutlich weniger als ihre Kollegen in den Maschinen mit dem Kranichlogo. Auch die komfortable Übergangsversorgung vor dem Renteneintritt kommt ihnen nicht zugute.

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Unmut bei den Passagieren

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  • Liebe Regierung,
    Wann unternimmst Du etwas? Ganz offensichtlich nutzen hier einzelne Personen in den Gewerkschaften Ihre Position aus, um egoistische unangemessene Forderungen durchzusetzen in für die gesamte Bevölkerung wichtigen Bereichen.
    Für mich schon längst ein Grund, da einzuschreiten.
    Ich kann mir schon denken, wer die folgende Zeche bezahlen wird inkl. der entstehenden Schäden und folgenden Förderungen durch den Staat.
    Wie lange wird das noch geduldet???

  • Mind. 200 Mio. Kosten zzgl. Folgekosten und Schäden...Und die Konsequenz ist klar: in Zukunft werden die Kunden die Lufthansa AG und ihre Angestellten meiden. Gleiches gilt natürlich auch für die DB. Mit solchen Mitarbeitern steuert jede Firma zielgenau in die Insolvenz. Die Mentalität der Angestellten findet sich auch durchgängig in Service und Produkt wieder. Vergleicht man z.B. nur First und Business mit der Konkurrenz, ist LH weit abgeschlagen....Die Marke Lufthansa funktioniert allenfalls noch in der Werbung, wird aber vom Konzern weder umgesetzt noch gelebt.

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