Lufthansa Technik
Experte für Flugzeugwartung baut 700 Stellen ab

Lufthansa Technik ist Weltmarktführer in der Wartung von Flugzeugen. Wegen einer neuen Triebwerksgeneration, die seltener überholt werden muss, spart die Lufthansa-Tochter nun Stellen ein: 700 Jobs sind betroffen.

FrankfurtBei Lufthansa Technik müssen wegen einer neuen Triebwerksgeneration mehrere Hundert Leute gehen. Mit der Gewerkschaft Verdi und dem Betriebsrat sei vereinbart worden, die Zahl der Mitarbeiter in der Triebwerksüberholung von derzeit 2000 auf 1300 zu senken, teilte Lufthansa Technik am Freitag mit.

Am Stammsitz in Hamburg verbleiben dann noch 1100 Arbeitsplätze. Die Stellen sollten in den nächsten fünf bis acht Jahren abgebaut werden, vor allem über Regelungen für den vorzeitigen Ruhestand. Betriebsbedingte Kündigungen werde es nicht geben, sagte ein Sprecher von Lufthansa Technik.

Geschuldet ist der Umbau dem technischen Wandel. Neue Triebwerke müssen über die Einsatzzeit von 20 Jahren nicht wie bisher dreimal, sondern nur noch zweimal überholt werden. Zudem gehen die Hersteller wie Rolls-Royce, Pratt & Whitney und General Electric zunehmend dazu über, zusammen mit dem Verkauf der Antriebe auch langfristige Wartungsverträge abzuschließen. Ein Geschäftsfeld, in dem Lufthansa Technik als unabhängiger Dienstleister stark ist.

„Wir haben erkannt, dass wir günstiger werden müssen, und das trifft auch die Mitarbeiter“, sagte der Sprecher. Wie hoch die nun vereinbarten Kosteneinsparungen ausfallen, könne nicht veröffentlicht werden. Gleichzeitig werde in dem Bereich künftig rund um die Uhr gearbeitet, um die Anlagen besser auszulasten. Für neue Maschinen und die Schulung der Mitarbeiter seien 80 Millionen Euro vorgesehen.

Lufthansa Technik ist Weltmarktführer bei der Wartung, Reparatur und Überholung von Flugzeugen und beschäftigt rund um den Globus mehr als 20.000 Mitarbeiter. Die 100-prozentige Lufthansa-Tochter steigerte den Umsatz 2015 um 17,6 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn (bereinigtes Ebit) erhöhte sich um ein Fünftel auf 454 Millionen Euro.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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