Lufthansa-Tochter Eurowings bestätigt Schlichtung mit Flugbegleitern

Seit einigen Jahren gibt es Streit über die Arbeitsbedingungen der Eurowings-Flugbegleiter. Nun hat sich die Lufthansa-Billigtochter mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo auf eine Schlichtung geeinigt.
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Die Lufthansa-Tochter befindet sich seit Jahren im Clinch mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo. Quelle: dpa
Eurowings

Die Lufthansa-Tochter befindet sich seit Jahren im Clinch mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo.

(Foto: dpa)

FrankfurtIm Tarifkonflikt der Lufthansa-Billigtochter Eurowings mit der Flugbegleitergewerkschaft Ufo entspannen sich die Fronten. Eurowings habe sich mit der Arbeitnehmerorganisation auf eine Schlichtung geeinigt, sagte ein Airline-Sprecher am Mittwoch und bestätigte damit eine Meldung der Nachrichtenagentur Reuters. Gleichzeitig sollten in einem zweiten Verfahren Fragen gelöst werden, die nicht in einer Schlichtung besprochen werden könnten. Die Details zu beiden Verhandlungssträngen müssten noch von beiden Seiten besprochen werden. Auch Ufo bestätigte die Schlichtung.

Damit steigen die Aussichten für die Lufthansa, den langjährigen Clinch beizulegen. Nächster wichtiger Tariftermin ist Freitag, wenn Schlichter Gunter Pleuger seinen Kompromissvorschlag im Lohnstreit der Piloten mit der Lufthansa vorlegen wird. Die Parteien haben dann üblicherweise drei Tage Zeit, um die Empfehlung anzunehmen oder abzulehnen.

Das sind Europas größte Billigflieger
SunExpress
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Die 1989 gegründete türkische Airline hat eine Flotte von 64 Fliegern und erwirtschaftet jährlich 1,1 Milliarden Euro Umsatz. In Deutschland fliegt die Airline unter anderem Hannover, Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Leipzig und München an.

Quelle: CAPA, Unternehmensangaben

Stand (Größe der Flotte): Mai 2016

Transavia
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Die niederländische Tochter von Lufthansa-Rivale Air France bietet seit dem 30. Mai zwölf innerdeutsche Flüge pro Woche zwischen München und Berlin-Schönefeld an. Insgesamt verfügt die Airline über 66 Flieger und setzt 1,1 Milliarden Euro im Jahr um.

Pegasus
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Zuletzt konnte der türkische Billigflieger beeindruckende Wachstumszahlen vorweisen. Zwischen 2005 und 2014 hat sich der Umsatz verdreifacht. Mittlerweile beträgt er 1,1 Milliarden Euro. Zehn Prozent der internationalen Flüge aus der Türkei gehen auf das Konto der Airline. Die Flotte besteht aus 67 Fliegern.

Wizz Air
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Die Ungarn haben die niedrigsten Kosten in Europa, die nach Ryanair höchste Gewinnmarge und in ihrer osteuropäischen Heimat wenig Konkurrenz. Allerdings verschreckt Wizz mit ihrem extremen Geizservice, bei dem selbst Handgepäck an Bord extra kosten kann und fliegt meist nur kleine Städte an. Trotzdem setzt Wizz mit 67 Flugzeugen 1,4 Milliarden Euro um.

Eurowings
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Die Lufthansa-Tochter hat von der wohlhabenden Mutter die Vielflieger und das starke Bonusprogramm geerbt. Dazu hat Eurowings nach der Mutter die wertvollsten Startzeiten im wirtschaftlich starken Deutschland. Die Flotte verfügt aktuell über 89 Flieger. Der Umsatz beläuft sich auf 1,9 Milliarden Euro.

Norwegian
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Die Skandinavier beherrschen mit Norwegen den wohlhabendsten Flugmarkt in Europa. Dazu haben sie die beste Risikostreuung. Das Problem: Die Airline ist außerhalb Skandinaviens oft zu klein und bestenfalls noch in Großbritannien und Teilen Spaniens eine bekannte Marke, nicht aber in Deutschland und Frankreich. Trotzdem setzen die Norweger mit 98 Flugzeugen 2,4 Milliarden Euro um.

Vueling
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Im extrem umkämpften spanischen Markt hat Vueling dank ihrer Heimat Barcelona noch die beste Stellung. Die Konzernmutter IAG mit British Airways (BA) lässt ihrer Billigtochter viel Freiheit. Dazu erflog sich Vueling dank Serviceneuerungen einen guten Ruf. Vueling ist trotz allem etwas klein und nur in Spanien, Italien und Frankreich bekannt. Den großen Sprung in die hochpreisigen Märkte in Nordeuropa hat die Linie bisher gescheut. Mit 105 Flugzeugen setzen die Spanier jährlich zwei Milliarden Euro um.

Der Zoff bei Eurowings köchelt bereits seit drei Jahren. Im Kern geht es um die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung der 400 Eurowings-Flugbegleiter in Deutschland. Zudem ärgert die Arbeitnehmervertreter, dass die vor kurzem neu gestartete Eurowings nur im Ausland wachsen soll, wo Mitarbeiter schlechter verdienen. Um den Druck zu erhöhen, hatte die Spezialgewerkschaft Eurowings und Germanwings Ende Oktober bestreikt, Hunderte Flüge fielen aus.

Erschwert wird die Situation dadurch, dass neben Ufo auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi bei den rund 400 Flugbegleitern von Eurowings Deutschland vertreten ist. Beide Seiten streiten sich darum, wer mehr Mitglieder zählt. Für die Lufthansa-Spitze hat Eurowings strategische Priorität: Die Airline soll den Vormarsch von Ryanair und Co. stoppen.

  • rtr
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