Lufthansa-Tochter
Tarif-Verhandlungen mit Austrian Airlines gescheitert

Die Gespräche mit Austrian Airlines sind gescheitert. Nach vier Monaten Verhandlungen konnte keine Einigung erzielt werden. Nun wird der Betriebsübergang auf die Tochter Tyrolean vorbereitet. Es droht eine Klagewelle.
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WienBei der defizitären Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) sind die fast viermonatigen Verhandlungen über die künftigen Tarife für Piloten und Kabinenpersonal gescheitert. „Es gab keine Einigung“, sagte AUA-Bord-Betriebsratschef Karl Minhard nach den Gesprächen am Montagabend der Nachrichtenagentur APA. „Der Vorstand wird den Betriebsübergang auf Tyrolean einleiten.“

Die Fluggesellschaft erklärte ebenfalls, sie bereite nun die Übertragung des Flugbetriebes auf die tarifgünstigere Tochter Tyrolean vor. „Unsere Mitarbeiter brauchen nun Klarheit“, begründet AUA-Chef Jaan Albrecht darin die Entscheidung. Demnach wird der gesamte Flugbetrieb der AUA, der eine Flotte von rund 80 Flugzeugen und etwa 2100 Mitarbeiter umfasst, mit 1. Juli in der 100-Prozent-Tochter Tyrolean gebündelt.

Mit diesem Schritt wird der für die Gesellschaft um ein Viertel günstigere Tarifvertrag der Tyrolean auch für die AUA-Piloten und das Kabinenpersonal gültig. Betriebsratschef Minhard rechnet nach eigenen Angaben mit Kündigungen. Die Gewerkschaften hatten für den Fall einer Entscheidung für den Betriebsübergang bereits im Vorfeld eine Welle von Klagen angekündigt.

Die ehemalige Staatsfluglinie AUA ist seit Jahren defizitär und muss auf Druck der Lufthansa die Kosten um rund 220 Millionen Euro senken. Vor allem bei den Personalkosten muss gespart werden. Das Lufthansa-Sorgenkind AUA hatte im vergangenen Jahr erneut einen Verlust von 62 Millionen Euro eingeflogen und wird auch 2012 in den roten Zahlen landen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Lufthansa-Tochter: Tarif-Verhandlungen mit Austrian Airlines gescheitert"

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  • @ Die ehemalige Staatsfluglinie AUA ist seit Jahren defizitär...
    Warum wurde sie denn dann vom LH-Management übernommen?
    Es ist gradmal 2 Wochen her, dass die powervollen Managementqualitäten der LH vom Handelsblatt gelobt wurden.
    Mir scheinen hier eher Defizite beim HB und bei der LH vorzuliegen; man beachte auch das Trauerspiel um British Midlands.

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