Lufthansa-Tochter
Virgin Atlantic an BMI interessiert

Neben British Airways hat nun auch Virgin Atlantic Interesse an der Lufthansa -Tochter BMI angemeldet. Analysten zufolge würden sich die beiden Airlines in ihrem Angebotsprofil gut ergänzen.
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LondonNach British Airways bekundet auch Virgin Atlantic Interesse an der Lufthansa -Tochter BMI. „Wir haben weiterhin großes Interesse an einer Kombination mit BMI“, teilte die britische Airline am Dienstag mit. 

Virgin Atlantic gehört zum Firmenimperium des englischen Unternehmens Richard Branson. Der Milliardär hatte bereits in Vergangenheit ein Zusammengehen ausgelotet. Analysten zufolge passen beide Airlines gut zusammen: Virgin Atlantic bietet beinahe nur Interkontinental-Flüge an, während BMI auf Kurz- und Mittelstrecken spezialisiert ist. 

Auch British Airways wirft ein Auge auf die verlustträchtige Lufthansa-Tochter. Vor allem die Landerechte von BMI auf Europas größtem Flughafen London-Heathrow seien attraktiv, betonte die mit Iberia zum IAG -Konzern fusionierte britische Gesellschaft. 

Die Lufthansa prüft nach Reuters-Informationen vom Sonntag einen Verkauf von BMI und hat die Bank Morgan Stanley mit der Suche beauftragt. Lufthansa-Vorstand Stefan Lauer hatte bereits Anfang September gesagt, der Konzern prüfe als eine von mehreren Optionen, einen Partner für BMI zu finden. 

Experten zufolge könnte sich neben den beiden britischen Fluglinien auch die irische Aer Lingus für BMI interessieren. Zudem käme eine der Airlines aus dem Mittleren Osten als Käufer infrage, sagte Stephen Furlong, Analyst bei Davy Stockbrokers. Alternativ könnte die Kranich-Linie einige ihrer Slots Konzern-intern an die Swiss oder Austrian Airlines verkaufen oder sich vom BMI-Billigflieger-Ableger bmibaby trennen.

BMI ist auf den britischen Markt fokussiert und passt daher nicht in das Streckennetz der Lufthansa. Zudem bietet die Gesellschaft viele Verbindungen in die Ländern Nordafrikas an. Dieses Geschäft brach jedoch wegen der Unruhen in der Region ein. BMI hat im ersten Halbjahr bei einem Umsatz von 396 Millionen Euro einen Verlust von 120 Millionen Euro geschrieben.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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