Lufthansa-Töchter
Germanwings kooperiert mit Condor

Der Billigflieger Germanwings und der Ferienflieger Condor – beides Töchter der Lufthansa – arbeiten künftig zusammen. Die Kooperation nimmt ihren Ausgang bei der Buchung.

HB BERLIN. Im ersten Schritt würden die Internet-Auftritte miteinander verbunden, teilte Germanwings-Geschäftsführer Joachim Klein am Mittwoch auf der Reisemesse ITB in Berlin mit. Damit könnten Kunden künftig das Angebot beider Fluggesellschaften auf einer Seite buchen. Eine engere Verbindung zwischen Germanwings und Condor war in der Branche seit längerem erwartet worden.

Der Markt der Billigflieger werde sich künftig in mehrere größere Lager weiter aufteilen, sagte Klein. Dies zeigten die Verbindungen von Air Berlin mit Germania und die Kooperation von DBA und LTU. Germanwings wolle weitere Kooperationen in Europa suchen. Bisher gebe es Partnerschaften mit der polnischen Centralwings und der britischen bmi.

An Germanwings hält Lufthansa über seine Tochter Eurowings 49 Prozent, hat aber die unternehmerische Kontrolle. An der Ferienfluggesellschaft Condor des Reisekonzerns Thomas Cook ist Lufthansa indirekt mit 50 Prozent beteiligt.

Germanwings ist im vergangenen Jahr so stark wie noch nie seit der Gründung 2002 gewachsen. Die Zahl der Passagiere stieg um 57 Prozent auf 5,5 Millionen, der Umsatz um 62 Prozent auf 400 Mill. Euro. Fürs laufende Jahr plant Germanwings die Steigerung des durchschnittlichen Sitzladefaktors und strebt eine Stabilisierung des Durchschnittserlöses pro Passagier auf einen Wert zwischen 60 und 80 Euro an. Im kommenden Jahr sollen weitere Standorte, möglicherweise auch im Ausland, erschlossen werden, hieß es weiter. In 2006 werden 7,5 Mill. Fluggäste erwartet.

Wie das Unternehmen mitteilte, soll die Flugzeugflotte weiter ausgebaut werden. Bereits 2005 sei der Bestand um 47 Prozent auf 22 Airbus-Jets angewachsen. Darüber hinaus seien 18 neue A319 bestellt worden, mit denen der Ausbau in den nächsten drei Jahren vorangetrieben werde. In 2008 will das Unternehmen nach der Einbeziehung neuer Flugzeuge und dem Austausch alten Fluggeräts 35 Airbus-Jets im Flugbetrieb haben.

Als „Paukenschlag“ wertete das Unternehmen die Einführung des Kundenbindungsprogramms „Boomerang Club“, das ausschließlich im Internet verwaltet wird. Seit dem Start am 18. Januar hätten sich bereits 38 000 Mitglieder angemeldet. Das Unternehmen hatte ursprünglich mit 50 000 Anmeldungen fürs gesamte Jahr gerechnet.

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