Lufthansa und Air Berlin: Fliegen wird noch einmal teurer

Lufthansa und Air Berlin
Fliegen wird noch einmal teurer

Die Unruhen in Libyen treiben den Ölpreis. Das trifft die Fluglinien empfindlich, und sie reagieren: Lufthansa und Air Berlin erwägen, den Kerosinzuschlag erneut anzuheben.
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Berlin

Fliegen dürfte demnächst noch einmal teurer werden. Wegen des gestiegenen Ölpreises erwägen die beiden größten deutschen Fluggesellschaften, Lufthansa und Air Berlin, die Kerosinzuschläge abermals zu erhöhen. "Wir prüfen, was wir machen werden", sagte der Passage-Vorstand der Lufthansa, Thierry Antinori auf der Tourismusmesse ITB in Berlin.

Auch die Konkurrenz schloss eine Anhebung nicht aus: "Wir müssen uns den Kosten stellen", sagte Air-Berlin-Chef Joachim Hunold auf der ITB. Wie die Lufthansa hatte auch Deutschlands zweitgrößte Airline erst kürzlich den Zuschlag erhöht. Über einen weiteren Schritt werde man nun "zu gegebener Zeit entscheiden".

Wegen der Unruhen in Libyen war der Ölpreis in dieser Woche auf den höchsten Stand seit fast drei Jahren geklettert. Zwar versuchen Fluggesellschaften durch Gegengeschäfte (Hedging) die Folgen abzufedern. Kerosin bleibt aber mit bis zu einem Drittel der größte Posten in den Bilanzen.

Vergangene Woche hatte bereits der Branchenverband IATA Alarm geschlagen: Demnach werden die Fluggesellschaften weltweit im laufenden Jahr netto nur noch 8,6 Milliarden Dollar verdienen - knapp die Hälfte der Gewinne des vergangenen Jahres (16 Milliarden Dollar). Der Prognose zugrunde gelegt hat die IATA einen Ölpreis von 96 Dollar pro Barrel (159 Liter). Derzeit liegt er jedoch deutlich über 100 Dollar.

Einen Teil davon geben die Airlines an die Kunden weiter. So liegt der Kerosinzuschlag bei der Lufthansa nach der Erhöhung bei 26 Euro pro Strecke innerhalb Deutschlands und Europas, auf Langstrecke bei bis zu 107 Euro. Air Berlin verlangt zwischen 30 und 92 Euro.

Doch auch ohne den Faktor Kerosinkosten ist Fliegen zum Jahresanfang teurer geworden. Auch die neue Luftverkehrssteuer geben die Fluggesellschaften an die Kunden weiter. So sind die Ticketpreise laut Statistischem Bundesamt im Januar um durchschnittlich 8,3 Prozent gestiegen. Ohne die Abgabe wären es nur 0,1 Prozent gewesen.

Nils Rüdel
Nils Rüdel
Handelsblatt / Deskchef Politik

Kommentare zu " Lufthansa und Air Berlin: Fliegen wird noch einmal teurer"

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  • Wir sollten nicht vergessen, Flugbenzin ist bereits steuerlich subventioniert bzw. von der Steuer befreit. Gäbe es diese Ausnahme nicht, wäre Fliegen deutlich teurer und die internationale Fliegerei wäre nicht so aufgebläht, wie sie heute ist. Übrigens wieder ein Beispiel, bei dem sich die Lobbyisten durchgesetzt haben.

  • Wegen der Unruhen in Libyen......
    Wieder einmal Verdummungspropaganda !!!!!!!
    Der Ölpreis steigt wegen dem billigen Zentralbankengeld - auch genannt INFLATIONIEREN !!!!!!
    Und die Investoren pumpen ein Teil dieses Geldes in den Ölmarkt - zur Absicherung mit WERTHALTIGEN Rohstoffen !!!!!

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