Lufthansa und Eurowings
50.000 Euro sollen Piloten zur Billig-Tochter locken

Die Lufthansa will Eurowings zur Billigfluglinie ausbauen. Doch wegen des geringen Gehalts mangelt es dem Ableger noch an Piloten. Nun erwägt der Konzern eine saftige Prämie für wechselwillige Flugzeugführer.

BerlinAuf der Suche nach geeigneten Piloten für die Billig-Tochter Eurowings erwägt die Lufthansa eine Prämie von 50.000 Euro für Flugzeugführer. Die Pläne würden derzeit mit den Arbeitnehmervertretern abgestimmt, sagte ein Konzern-Sprecher am Freitag und bestätigte damit Informationen des Nachrichtenmagazins „Spiegel“. Die Airline strebt an, dass sich konzerneigene Kapitäne oder langjährige Kopiloten für bis zu drei Jahre beurlauben lassen können, um für Eurowings zu arbeiten. Die Piloten müssten nach zwei Jahren entscheiden, ob sie bleiben oder auf ihren eigentlichen Posten zurückkehren wollen.

Als Ausgleich für das geringere Gehalt beim Billigableger sollen die Beschäftigten die Prämie als Einmalzahlung bekommen. „Wir sehen das als win-win Situation“, sagte der Sprecher. „Eurowings bekommt erfahrene Piloten und die Piloten, die in Bereichen arbeiten, die schrumpfen, bekommen Perspektiven.“

Die Lufthansa will Eurowings zur Billigfluglinie ausbauen und die Kosten im Vergleich zur angestammten Kranichlinie um rund 40 Prozent senken. Dies stößt auf Kritik unter anderem der Piloten, was zu einem zähen Tarifstreit geführt hat.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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