Lufthansa Weniger Gratiszeitungen für Passagiere

Viele Lufthansa-Passagiere müssen in Zukunft auf gedruckte Zeitungen und Magazine verzichten. Die Airline reduziert ihr kostenloses Angebot. Die Fluggäste sollen sich stattdessen digitale Medien herunterladen.
Gratiszeitungen soll es nur noch für ausgewählte Passagiere geben. Quelle: AFP
Lufthansa

Gratiszeitungen soll es nur noch für ausgewählte Passagiere geben.

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Die Deutsche Lufthansa kürzt ihren Passagieren das Angebot an Zeitungen und Magazinen. „Wir reduzieren unser Angebot an kostenloser Print-Lektüre in einigen Bereichen“, bestätigte ein Konzernsprecher der Wirtschaftswoche.

Wie das Magazin berichtet, bekommen Kunden der Lufthansa-Marke gedruckte Zeitungen und Zeitschriften nur noch an den Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart. Dazu gibt es gedruckte Medien noch in Vielflieger-Lounges und an Bord der Business oder First Class. An allen anderen Orten in Deutschland sowie allen Auslandsflughäfen baut die Lufthansa die Zeitungsregale ab.

Stattdessen bietet die Lufthansa ihren Kunden künftig kostenlose digitale Downloads. Dabei erhalten Passagiere mit der Erinnerungsmail vor ihrer Abreise Codes für zwei E-Paper nach Wahl, die sie auf Handy und Tablet laden können. Später sollen Kunden der Business und First Class sowie Vielflieger auch mehr als zwei Medien laden können.

Die Digitaloffensive drückt die Kosten laut Insidern um mehrere Millionen Euro. Nehmen Kunden weniger Zeitungen mit an Bord, werden die Flugzeuge leichter und verbrauchen weniger Kerosin. Zudem entfällt das personalintensive Aufstocken der Zeitungsregale.

Welche Airlines besonders viel mit Extras verdienen
Milliardengeschäft
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Fluggesellschaften profitieren von Zusatzeinnahmen. Das zeigt die Studie „The Car Trawler Yearbook of Ancillary Revenue“ für das Jahr 2014. Dafür analysierte die Idea Works Company die Geschäftsberichte von 130 Airlines weltweit, 63 davon machten Angaben zu Zusatzleistungen. Demnach betrug die Höhe der Zusatzeinnahmen im vergangenen Jahr 38,1 Milliarden Dollar...

Platz 30: Lufthansa
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Auch die Lufthansa nimmt Geld für Zusatzleistungen. So betrug der Zusatzumsatz pro Passagier im vergangenem Jahr durchschnittlich 15,41 Dollar. Insgesamt hat die größte deutsche Fluggesellschaft 1,6 Milliarden Dollar mit Zusatzleistungen erwirtschaftet. Allein mit dem Vielfliegerprogramm „Miles and More“ nahm die Lufthansa 90 Millionen Dollar ein, doppelt so viel wie 2013. Von der Spitze ist sie dennoch weit entfernt: Platz 30.

Platz 23: Ryanair
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Als Zusatzeinnahmen gelten zum Beispiel Gebühren, die für Gepäck und Plätze mit mehr Beinfreiheit erhoben werden, Vielfliegerprogramme und À-la-carte-Services. Auch Meilenverkäufe, zum Beispiel an Kreditpartner, zählen dazu. Der Billigflieger Ryanair ist geradezu bekannt für kostspielige Fallstricke. 2014 machte Ryanair allein durch Zusatzkosten laut der Studie einen Umsatz von 1,9 Milliarden Dollar. Pro Passagier macht das durchschnittlich um die 21 Dollar.

Platz 21: Easyjet
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Auch Easyjet ist ein Billigflieger. Zusätzliche Kosten für „Extra-Wünsche“ wie einen bestimmten Sitzplatz oder aufgegebenes Gepäck schlagen am Ende dennoch zu Buche. So kann ein Flug von Berlin nach Mallorca für 66 Euro ganz schnell teurer werden, zumindest wenn man einen Koffer mitnehmen will. Wer sich diesen Ärger ersparen möchte, kann für eine Jahresgebühr von 170 Dollar Easyjet-Plus-Mitglied. Dafür verspricht die Airline freie Sitzplatzauswahl, spezielle Gepäck-Abgabeschalter, schnellere Sicherheits-Kontrolle und ein schnelleres Boarding. Davon profitiert die britische Fluggesellschaft: Pro Passagier machte Easyjet 2014 einen Zusatzumsatz von 22,49 Dollar. Insgesamt waren das 1,5 Milliarden Dollar.

Platz 15: Virgin America
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Besonders geschäftig bei den Zusatzeinnahmen sind auch die Billigfluggesellschaften aus Übersee: 161 Millionen Dollar erwirtschaftete Virgin America 2014 allein durch Zusatzgebühren. Das waren durchschnittlich 24,71 Dollar pro Passagier.

Platz 14: Aer Lingus
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Heutzutage müssen Speisen und Getränke an Bord gekauft werden. Auch das füllt die Kassen der Airlines. Die irische Fluggesellschaft Aer Lingus nahm pro Passagier durchschnittlich 26,19 Dollar ein. Insgesamt kamen 256 Millionen Dollar an Zusatzgebühren zusammen.

Platz 13: Air France/KLM
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Air France/KLM erlöste 2014 durchschnittlich 26,40 Dollar an Zusatzgebühren pro Passagier. Insgesamt waren es zwei Milliarden Dollar. Billig-Airlines wie Ryanair und Easyjet hatten mit der Einführung von Zusatzgebühren begonnen, mittlerweile hat fast die gesamte Branche nachgezogen.

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