Luftverkehr
Easyjet nennt Berliner Großflughafen eine Fehlplanung

Die Billigfluglinie Easyjet hat den künftigen Großflughafen Berlin-Brandenburg International (BBI) als logistische Fehlplanung kritisiert und vor der Errichtung eines „milliardenschweren, aber leeren Glaspalastes“ gewarnt.

HB BERLIN. Besonders kritisierte Geschäftsführer John Kohlsaat die bis zu vier Mal längeren Wege der Passagiere durch das neue Terminal. „Längere Wege kosten Zeit, und Zeit ist Geld“, erklärte er am Montag in Berlin. Am bisherigen Standort Schönefeld verweile eine Easyjet-Maschine nur 30 Minuten am Boden, am BBI werde sich die Zeit voraussichtlich auf 50 Minuten erhöhen, warnte er. Kohlsaat bemängelte zudem, dass die aktuellen Pläne nur zehn Standplätze für Billigflieger vorsehen. Es sei abzusehen, dass dies bei weitem nicht ausreiche. „Dadurch wird effizienter Flugverkehr für Easyjet nicht mehr möglich“, sagte er.

Außerdem befürchtet die Airline eine Kostenexplosion durch die aus ihrer Sicht überdimensionierten, nicht bedarfsgerechten Investitionen. Sein Fazit: „Wenn der Großflughafen in dieser Form gebaut wird, ist er für uns weitaus unattraktiver als Schönefeld heute.“

Der Konkurrent Air Berlin hatte sich indes ausdrücklich hinter die Neubaupläne für den Flughafen gestellt. Die Pläne seien den Fluggesellschaften vorgestellt worden, „und da sind weder Marmor noch goldene Türklinken drin“, hatte Unternehmenssprecher Peter Hauptvogel dem „Tagesspiegel am Sonntag“ gesagt.

Hauptvogel warf dem Konkurrenten Easyjet Scheinheiligkeit vor. „Easyjet geht es doch nur darum, auch in Zukunft geringere Landegebühren als die Konkurrenz zu bezahlen.“ Die Gesellschaft versuche, ihre derzeitigen Subventionen zu verteidigen. Air Berlin befürchte keine Kostenexplosion und erwäge auch keinen Rückzug aus Berlin.

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