Luftverkehrs-Strategie
Airlines schreiben Wunschzettel an EU-Kommission

Kosten an Flughäfen und bei der Flugsicherung senken, Extra-Steuern für Passagiere abschaffen: Europas größte Fluggesellschaften fordern die EU-Kommission auf, eine neue Strategie für den Luftverkehr zu entwickeln.
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Brüssel/FrankfurtDie fünf größten europäischen Fluggesellschaften haben von der EU-Kommission eine neue Strategie für den Luftverkehr verlangt. Insbesondere die Kosten an den Flughäfen und bei der Flugsicherung müssten im Interesse der Passagiere und der gesamten europäischen Wirtschaft gesenkt werden, erklärten sie am Mittwoch in Brüssel an die Adresse der neuen EU-Verkehrs-Kommissarin Violeta Bulc. Auch müssten Extra-Steuern für Passagiere abgeschafft werden.

Zu der Initiative haben sich erstmals die drei Netz-Anbieter Lufthansa, Air France/KLM und die British Airways-Mutter IAG mit den größten Billigfliegern Ryanair und Easyjet zusammengeschlossen. Man repräsentiere mit jährlich rund 420 Millionen Passagieren rund die Hälfte des europäischen Flugverkehrs und werde voraussichtlich bis zum Oktober einen neuen Verband etablieren, der für alle anderen europäischen Fluggesellschaften offen sei.

Flughäfen mit nur einem Monopol-Anbieter für die Bodenabfertigung seien inakzeptabel, sagte die Easyjet-Chefin Carolyn McCall. Die EU müsse hier die Konsumenten schützen und den Wettbewerb voranbringen.

Der Vorstandsvorsitzende der Lufthansa, Carsten Spohr, kritisierte die ständig steigenden Kosten für die Passagierkontrollen, deren Qualität aber nicht besser werde. Ryanair-Chef Michael O'Leary verlangte einen besseren Schutz vor Flugausfällen in der Folge von nationalen Fluglotsenstreiks und einen Neustart für das Projekt eines einheitlichen europäischen Luftraums.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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