Luxuskonzern
Richemont steigert Gewinn überraschend stark

Trotz des schwachen Weihnachtsgeschäftes: Um rund 30 Prozent soll der Gewinn des Luxuskonzerns im vergangenen Geschäftsjahr gestiegen sein, wie Richemont mitteilte. Ein Grund dafür sei die günstige Währungsentwicklung.
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ZürichDer für seinen Cartier-Schmuck und die Uhren-Nobelmarke Jaeger-LeCoultre bekannte Luxusgüterkonzern Richemont hat mit einem überraschend kräftigen Gewinnanstieg im abgelaufene Geschäftsjahr 2012/2013 Sorgen vor einer Abschwächung im Asien-Geschäft zerstreut. Ersten vorläufigen Berechnungen zufolge kletterte der Gewinn um rund 30 Prozent, wie der Schweizer Konzern am Dienstag mitteilte.

Der Umsatz erhöhte sich um rund 14 Prozent. Im Geschäftsjahr 2011/2012 hatte Richemont 8,87 Milliarden Euro umgesetzt und dabei seinen Gewinn um 43 Prozent auf den Rekordwert von 1,54 Milliarden Euro geschraubt. Die endgültigen Zahlen für das Ende März abgeschlossene Geschäftsjahr 2012/13 sollen am 16. Mai veröffentlicht werden.

Die Gewinnsteigerung sei auch auf eine günstige Währungsentwicklung zurückzuführen, erklärte Richemont weiter. Zu konstanten Wechselkursen gerechnet nahm der Umsatz um neun Prozent zu. Uhren- und Schmuckverkäufe in Asien werden meistens in US-Dollar abgerechnet und die US-Devise zog zum Euro an.

An der Börse schossen die Richemont-Aktie um fünf Prozent auf knapp 72 Franken nach oben. Im Weihnachtsquartal hatte Richemont noch über schleppende Geschäfte geklagt und die Aussichten im Asiengeschäft als unklar bezeichnet. Wechselkursbereinigt waren die Verkäufe in den drei Monaten bis Ende Dezember um lediglich fünf Prozent gewachsen und in Fernost hatten die Schweizer weniger Uhren- und Schmuck an den Mann beziehungsweise die Frau gebracht als ein Jahr zuvor.

Offenbar habe Richemont in den ersten drei Monaten dieses Jahres dann wieder zulegen können, erklärte Kepler-Analyst Jon Cox. "Die Wachstumsabschwächung dürfte weitgehend zu einem Ende gekommen sein", sagte er. Die Schweizer könnten Verkaufsrückgänge in China durch Lieferungen in andere Regionen ausgleichen, erklärte ZKB-Analyst Patrik Schwendimann.

Der Reingewinn sei besser ausgefallen als im Markt erwartet, erklärte Vontobel-Analyst Rene Weber, der ein Gewinnplus von 23 Prozent prognostiziert hatte. Positiv sei vor allem das Wachstum des Betriebsgewinns um rund 18 Prozent, erklärte ZKB-Analyst Schwendimann.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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