Luxusmode
Wie Hermès die Probleme in China meistert

Viele Luxusmarken spüren den Einbruch auf dem Riesenmarkt China deutlich. Hermès bleibt jedoch von Börsencrash und geringerer Kauflaune weitgehend unbeeindruckt. Die Doppelstrategie der Franzosen zahlt sich aus.
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DüsseldorfDer Börsencrash und die Kaufzurückhaltung der Chinesen – das lässt den französischen Luxuskonzern Hermès weitgehend unbeeindruckt. Der Hersteller feiner Lederwaren und Seidentücher legte beim Umsatz im ersten Halbjahr um 21 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro zu. In der Region Asien-Pazifik (ohne Japan) gelang ihm immerhin ein Plus von sieben Prozent, trotz der Schwierigkeiten in Hongkong und Macau.

Der Hersteller der berühmten Handtasche Kelly Bag schaffte auch im Gesamtkonzern ein Plus von 20 Prozent beim operativen Gewinn auf 748 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr jedoch bremst das Management um Vorstandschef Axel Dumas die Erwartungen. Er rechnet wegen der Wechselkursschwankungen mit einer niedrigeren operativen Rendite als 2014. Da lag sie bei 31,5 Prozent.

Lange Zeit war das Chinageschäft für die europäischen Luxuskonzerne wie eine Goldgrube. Chinesen kauften überproportional viel Luxuriöses von Gucci, Prada & Co. Denn mit dem rasanten wirtschaftlichen Aufschwung im Riesenland konnten und wollten sich immer mehr Chinesen eine Handtasche von Louis Vuitton oder ein Kleid von Armani leisten. Sie demonstrierten damit ihren Wohlstand und ihre Weltoffenheit. Doch der Börsencrash in China und die abflauende Konjunktur dämpfen die frühere Lust auf Edles und Teures aus dem Westen.

Die Unternehmensberatung Bain kommt in ihrer gemeinsamen Studie mit dem italienischen Luxusverband Altagamma deshalb zu einem ernüchternden Ergebnis: Sie erwarten dieses Jahr in der Region Asien-Pazifik maximal eine Stagnation des Umsatzes im Luxusmarkt bei 47 Milliarden Euro oder sogar ein Minus gegenüber dem Vorjahr.

Das bekommen die großen Spieler im Luxusmarkt zu spüren. Der Umsatz des französischen Luxusriesen LVMH, zu dem Topmodemarken wie Christian Dior und Fendi gehören, sank im ersten Halbjahr in Asien (ohne Japan) um fünf Prozent. In anderen großen Weltregionen wie den USA und Europa hingegen legte der Konzern im ersten Halbjahr zweistellig zu. Anderen Konkurrenten erging es da nicht besser. Der Einzelhandels-Umsatz des italienischen Lables Bottega Veneta, das zum französischen Kering-Konzern gehört, ging in der Region Asien-Pazifik gar um acht Prozent zurück.

Auch der italienische Konzern Prada ist nicht besonders erfreut über die Entwicklung in China. „Die Zahlen im ersten Halbjahr spiegeln eine wirtschaftliche und Wechselkurs-Landschaft wider, die sehr volatil bleibt“, sagte Prada-Chef Patrizio Bertelli, als er vor kurzem seine aktuellen Zahlen erläuterte. Er beklagte insbesondere die anhaltende Schwäche wichtiger Märkte wie Hongkong und Macau. Prada hat den Umsatzrückgang in der Region Asien-Pazifik durch ein florierendes Geschäft in Europa und Japan aufgefangen.

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Chinesen kaufen stärker im Ausland

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  • Kann ja sein, dass China für Luxusgüter ein Wachstumsmarkt ist und auch bleibt. Für die Gesamtheit der Volkswirtschaften dieser Welt ist China aber wegen seiner Leistungsbilanzüberschüsse ein Beitrag zu höherer Verschuldung und höherer Arbeitslosigkeit.

    Die volle Konvertierbarkeit des Renminbi ist trotz Zusagen und erheblichen Anstrengungen immer noch nicht gegeben, von der Möglichkeit innerhalb Chinas frei investieren zu können ganz zu schweigen. Obwohl so schon für dieses Jahr ein Leistungsbilanzüberschuss von rund 3 % zum BIP prognostiziert wurde, haben die ihre Währung nochmals abgewertet.

    Das ist ein ganz große Sauerei was da läuft und dieser Artikel, ob gewollt oder nicht, ist ein Beitrag für X = U.

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