LVMH und PPR profitieren von der starken Nachfrage in den USA und Asien
Frankreichs Luxuskonzerne machen glänzende Geschäfte

Das Geschäft mit Luxusartikeln läuft rund. Dank der starken Nachfrage nach teurer Kleidung und edlen Handtaschen haben die französischen Luxus- und Handelskonzerne LVMH und PPR ihren Halbjahresgewinn kräftig gesteigert. Analysten rechnen mit weiterem Wachstum, denn die Nachfrage nach Luxusgütern scheint keine Sättigungsgrenzen zu kennen. „In dieser Hinsicht bin ich nicht besorgt“, sagte Manuelle de la Riviere vom Broker Fideuram Wargny.

HB PARIS. LVMH meldete einen Gewinnanstieg um 19 Prozent auf 559 Mill. Euro. Bei PPR stieg das Netto-Ergebnis um 49 Prozent auf 154 Mill. Euro. PPR übertraf damit die Analysten-Erwartungen; LVMH jedoch verfehlte sie beim Netto-Gewinn.

Der Hauptgrund: Den Luxuskonzern kommt die Schließung seines Vorzeige-Kaufhauses „La Samaritaine“ teuer zu stehen – um 147 Mill Euro drückte dies den Halbjahresgewinn. Das berühmte Kaufhaus an der Rue Rivoli in Paris muss für mehrere Jahren die Pforten schließen und renoviert werden, da es nicht mehr die Brandschutzbestimmungen erfüllt. Daneben hinterließ der schwache Dollar starke Bremsspuren in der Bilanz.

LVMH-Chef und Großaktionär Bernard Arnault beruhigte die Finanzgemeinde: „Ich tendiere dazu, optimistisch für das zweite Halbjahr und für 2006 zu sein“, sagter er. Das operative Ergebnis soll in diesem Jahr „signifikant“ steigen. Damit bestätigte der Konzern seine Gewinnprognose.

LVMH ist der größte Luxuskonzern der Welt mit Marken wie Louis Vuitton (Lederwaren), TAG Heuer (Uhren) und Dom Perignon (Champagner). So wie die Wettbewerber auch profitieren die Franzosen von der starken Nachfrage nach Luxusgütern in den USA. Daneben wird das Asiengeschäft vor allem dank des stürmischen Wachstums in China immer wichtiger. Konkurrent PPR ist erst später mit dem Kauf von Gucci auf den Luxus-Zug aufgesprungen.

Ein Blick in die Sparten von LVMH zeigt, dass das Spirituosengeschäft (Gewinn minus 6,4 Prozent) jedoch unter dem starken Dollar gelitten hat. Die Cash-Cow „Mode und Lederwaren“ zeigte ein Gewinnwachstum von 4,5 Prozent auf 654 Mill. Euro. Die Uhrensparte schaffte die Rückkehr in die Gewinnzone.

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