„Made in Italy“
Italiens Luxusmarken präsentieren sich neu

Die älteste Shopping Mall Mailands soll zum Schaufenster des „Made in Italy“ aufsteigen: Luxusunternehmen wollen die „ Galleria Vittorio Emanuele“ für 400 Millionen Euro kaufen.
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MailandItaliens Luxus boomt und macht mobil. Mit dem jüngsten Projekt des italienischen Luxusverbands Altagamma wollen die Edel-Labels eine der ältesten Shopping-Malls der Welt privatisieren und zum Schaufenster des "Made in Italy" machen. Ziel ist es, knapp die Hälfte der Mailänder „Galleria Vittorio Emanuele“ für rund 400 Millionen Euro von der Stadt zu erwerben und sie nach ihrem Geschmack neu gestalten. Einen entsprechenden Plan haben der Altagamma-Präsident Santo Versace und der Generalsekretär Armando Branchini gestern in Mailand vorgestellt.

Die Galleria Vittorio Emanuele aus dem 19. Jahrhundert direkt neben dem Mailänder Dom ist eines der Schmuckstücke der Stadt. Imposant thront ein Glasdach mit einer fast 50 Meter hohen Kuppel in der Mitte über der Kreuz-Passage, die im Erdgeschoss von Geschäften und in den oberen Etagen von Büros und Wohnungen geprägt ist.

Zu den Edelmietern gehört die Modemmarke Prada, die ihren historischen Laden im Herzen der Galleria hat. Gleich gegenüber davon ziehen bunt gefederte Pfeile im Schaufenster die Aufmerksamkeit auf die Taschen und Schuhe der französischen Edelmarke Louis Vuitton. Es lebe der Luxus.

Doch nicht alle Namen, die über den geschwungenen Eingängen der Galleria prangen, stehen für Luxus: In den vergangenen Jahren hatten auch McDonald's und Telefon- und Krawattenketten ihren Einzug in die stark besuchte Passage erhalten. Das will Altagamma nun ändern. Die Vereinigung, deren Mitglieder vom Designer Alessi über den Edelkaffeeröster Illy bis zum Modehaus Zegna reichen, will die Galleria in eine neue Immobiliengesellschaft überführen, an der sich ein über 30 Jahre laufender geschlossener Immobilienfonds mit 49 Prozent beteiligen und dafür 400 Millionen Euro zahlen soll. Dieser Fonds soll bis zu 200 Millionen Euro in das Bauwerk investieren, um die kommerzielle Fläche von derzeit 20 000 Quadratmetern auf 50 000 Quadratmeter zu steigern. Zunächst sollen Immobilien- und Finanzinvestoren das Kapital bringen und die Mieten einnehmen können. Doch später sollen die Anteile automatisch auf die Mieter der Galleria Vittorio Emanuele übergehen - also an die Vertreter des Luxus. „Damit hätten auch die Mieter Interesse an einem Ko-Marketing und der Werterhaltung der Galleria“, erklärt Branchini die Idee.

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Die Stadt Mailand kassiert bisher nur geringe Mieten

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