Mäßige Quartalszahlen
Swiss gewinnt nur langsam an Höhe

Die Swiss kommt nicht so schnell aus den roten Zahlen wie erhofft. Die Fluggesellschaft, die kurz vor der Übernahme durch die Lufthansa steht, hat im ersten Quartal mehr Minus ausgewiesen als erwartet.

HB ZÜRICH. Wegen des „generell äusserst schwierigen Marktumfeldes“ und der gestiegenen Treibstoffpreise werde „die Umsetzung des Turnaround voraussichtlich auch im Jahr 2005 behindert“, teilte Swiss am Donnerstag bei der Vorlage der Quartalszahlen weiter mit. Swiss war schon zuvor vom Ziel abgerückt, 2005 erstmals einen Betriebsgewinn auszuweisen, hatte diesen dann aber für 2006 anvisiert. Zu diesem Ziel wollte sich ein Swiss-Sprecher am Donnerstag nicht äußern.

Im ersten Quartal 2005 hat Swiss den Fehlbetrag von 78 Millionen Schweizer Franken aus dem Vorjahreszeitraum auf 44 Millionen sfr (28,5 Millionen Euro) verringert. Das Betriebsergebnis vor Restrukturierungskosten (Ebit) verbesserte sich im ersten Quartal von minus 69 Millionen auf minus 10 Millionen sfr.

Die Zürcher Kantonalbank hatte für das erste Quartal bei einem Ertrag von 825 Millionen sfr einen Reinverlust von nur 30 Millionen sfr erwartet.

Die Schweizer Fluggesellschaft durchläuft derzeit eine Umstrukturierung und will bis zu 1000 Stellen streichen. Die Regionalflotte soll jetzt um mindestens 15 Flugzeuge abgebaut werden, hieß es nach der Vorlage der Zahlen. Zunächst wollte Swiss diese um mindestens 13 Flieger reduzieren. Zwei Flugzeuge der Crossair Europe sollen nun zusätzlich in Basel stillgelegt werden, so ein Sprecher.

Die Schweizer Fluglinie soll ab Herbst peu a peu in den Flugplan der Lufthansa integriert werden, aber wirtschaftlich eigenständig als so genanntes Profit Center weiterbestehen.

Das Kaufangebot für die Swiss-Minderheitsaktionäre wird früheren Angaben zufolge voraussichtlich am 2. Juni 2005 enden. Die Lufthansa offeriert über die Schweizer Gesellschaft Air-Trust netto 8,96 sfr pro Aktie. Die Swiss-Aktie notierte am Mittwoch bei 8,90 sfr.

Die Hauptaktionäre der Swiss werden mit Besserungsscheinen abgefunden und sollen abhängig von der Kursentwicklung der Lufthansa-Aktie 2008 entschädigt werden oder - je nach Performance der Aktie - eben kein Geld für ihre zum großen Teil ohnehin abgeschriebenen Anteile erhalten.

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