Magerer Umsatz
Konkurrenz nagt an McDonald's

Die McDonald's-Rivalen Burger King und Wendy's machen der Nummer eins auf dem Fast-Food-Markt schwer zu schaffen: Gerade in Asien haben die beiden Konkurrenten den Geschmack der Kunden besser getroffen.
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BangaloreDie fetten Zeiten bei McDonald's scheinen erst einmal vorbei. Zwar wuchs die weltgrößte Fast-Food-Kette im dritten Quartal leicht, doch von den großen Sprüngen der Vergangenheit kann der US-Konzern derzeit nur träumen. „Das derzeitige Umfeld drückt auf die Ergebnisse“, erklärte Firmenchef Don Thompson am Sitz in Oak Brook im Bundesstaat Illinois. Er erwartet auch keine schnelle Besserung.

McDonald's schlägt der zunehmende Konkurrenzdruck auf den Magen. Die weltgrößte Schnellrestaurant-Kette konnte den Angaben zufolge zwar ihren Gewinn im dritten Quartal um gut vier Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar steigern. Der vergleichbare Umsatz enttäuschte aber mit einem mageren Zuwachs von 0,9 Prozent.

Der „Big Mac“-Brater rechnet nur mit stagnierenden Erlösen. Vor allem in Asien setzen McDonald's kommt Konkurrenz von Burger King und Wendy's, die mit einer ganzen Reihe neuer Menü-Angebote stärker den Geschmack der Kunden trafen, vor allem im Drive-Thru-Geschäft. Innerhalb Europas lief das Geschäft in Deutschland mau, während Franzosen, Briten und Russen beherzter zu Burgern und Fritten griffen. Auch die US-Amerikaner zeigten mehr Appetit als im Vorjahreszeitraum.

McDonald's leidet seit einiger Zeit unter einem mageren Wachstum - daran hat auch der verordnete Imagewandel hin zu gesünderem Essen wie Gemüse und Salat nichts geändert. Die meisten Kunden kommen weiterhin wegen „Big Macs“ oder „Chicken McNuggets“ in die Läden. Hier muss sich McDonald's Rivalen wie Burger King oder Taco Bell stellen.

Das Management von McDonald's rechnet damit, dass der maue Trend zunächst anhält. Für den Oktober sagte die Geschäftsleitung nahezu stagnierende Verkäufe voraus. Die McDonald's-Aktie verlor im frühen Handel an der Wall Street fast zwei Prozent. Auch hierzulande hatte McDonald's zuletzt Marktanteile verloren. Erst vor wenigen Tagen wechselte das Unternehmen seinen langjährigen Deutschland-Chef aus.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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