Magnum, Lipton, Knorr
Unilever sieht Gefahren für die Weltwirtschaft

Trotz steigender Umsätze ist die Unilever-Führung pessimistisch. Schwache Währungen in den Schwellenländern schmälern den Gewinn. Und die Situation droht sich zu verschlimmern, warnt der neue Finanzchef Graeme Pitkethly.

LondonBeim Lebensmittel- und Konsumgüterkonzern Unilever kommt trotz guter Geschäfte kein Optimismus auf. Es gebe keine Anzeichen für einen Aufschwung der Weltwirtschaft, erklärte Firmenchef Paul Polman am Donnerstag. Nach Meinung des neuen Finanzchefs, Graeme Pitkethly, verschlimmert sich die Situation sogar in vielen Märkten.

Der Umsatz von Unilever – bekannt für Rexona-Deos, Domestos-Reinigungsmittel, Lipton-Tee und Knorr-Fertiggerichte – stieg im dritten Quartal gleichwohl um 9,4 Prozent auf 13,4 Milliarden Euro. Dazu trug zum einen der heiße Sommer bei, der den Verkauf von Eis der Marken Magnum und Ben & Jerry’s ankurbelte.

Unilever profitierte Unilever auch von einer durch anstehende Preiserhöhungen hohen Nachfrage in Lateinamerika, die aber im vierten Quartal zu schwächeren Erlösen führen wird. Bereinigt lag das Umsatzplus bei 5,7 Prozent und damit über den Erwartungen der Analysten. Der weltgrößte Lebensmittelkonzern Nestle wird am Freitag Einblick ins abgelaufene Quartal geben.

Unilever erlöst mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes in Schwellenländern. Dort machten dem Konzern, der erst zum Jahresende wieder Gewinnzahlen veröffentlicht, die unter Druck stehenden Währungen zu schaffen, die die Kaufkraft der Verbraucher belasten. Fürs Gesamtjahr rechnet die Firma, die 400 Marken unter einem Dach vereint, mit einem bereinigten Umsatzplus am oberen Ende der Spanne von zwei bis vier Prozent.

An der Börse kam zunächst gut an, dass das dritte Quartal bei Unilever besser als erwartet lief. Die in London sowie in Amsterdam notierten Aktien legten rund vier Prozent zu.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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