Management
Betriebsrat: Woolworth-Krise ist hausgemacht

Die Kaufhauskette Woolworth hätte nicht insolvent werden müssen, glauben die Arbeitnehmervertreter. Die Probleme seien zu einem Großteil hausgemacht. Der Gesamtbetriebsratvorsitzende Carsten Kruse wirft dem Management Versäumnisse und Fehler vor.

HB FRANKFURT. "Natürlich sind im Management Fehler passiert: Woolworth war immer ein Billigkaufhaus, davon hat man sich allmählich verabschiedet", sagte der Gesamtbetriebsratvorsitzende Carsten Kruse in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in Frankfurt. Falsche Preispolitik und ein falsches Warenangebot hätten zum Teil Kunden verprellt.

Der DWW Woolworth Deutschland GmbH & Co. KG droht die Zahlungunfähigkeit. Deswegen hatte das Unternehmen am Ostersamstag Insolvenzantrag gestellt. Betroffen davon sind nach Angaben des vorläufigen Insolvenzverwalters Ottmar Hermann 9 700 Mitarbeiter, wovon etwa 6 000 Teilzeit- oder Aushilfskräfte sind. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Frankfurt am Main hat in Deutschland 311 Filialen.

"Es ist eine unheimliche Wut im Bauch der Mitarbeiter", sagte Kruse. Er glaube aber an die Rettung des Unternehmens, das in Deutschland seit fast 83 Jahren im Geschäft ist. "Ich glaube, dass Woolworth eine Zukunft hat. Gerade jetzt in der Wirtschaftskrise wollen Kunden nicht so viel Geld ausgeben, das ist die Chance für Woolworth", sagte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende. "Die ersten Gespräche mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter haben mich optimistisch gestimmt. Als nächsten Schritt brauchen wir jetzt bald ein Sanierungskonzept."

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