Manager wollen das Unternehmen in zwei bis drei Jahren an die Börse bringen
Geschäftsführer beteiligen sich an der Fluggesellschaft DBA

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft DBA (früher Deutsche BA) hat zwei neue Gesellschafter. Firmeneigentümer Hans Rudolf Wöhrl hat die beiden Geschäftsführer der DBA, Peter Wojahn, 35, und Martin Gauss, 46, jeweils mit zehn Prozent am Unternehmen beteiligt.

mwb MÜNCHEN. Die übrigen 80 Prozent liegen weiterhin bei der Intro Verwaltungsgesellschaft mbH, deren Chef der Textilunternehmer Wöhrl ist. Gauss sagte, er habe die Übernahme der Beteiligung mit Hilfe von Banken finanziert. Den Preis für seinen Anteil nannte er nicht. „Wir haben aber mehr als 20 Cent bezahlt“, sagte Gauss.

Vor 14 Monaten hatte Wöhrl die seit ihrer Gründung vor zwölf Jahren defizitäre Airline von British Airways für den symbolischen Preis von einem Euro übernommen. Als Mitgift bekam er 71 Mill. Euro von den Briten – in etwa so viel, wie eine Schließung gekostet hätte. Wöhrl hat seither die Kosten um 40 Mill. Euro gesenkt. Im Geschäftsjahr 2003/04 (31. März) fiel noch ein Verlust von 63 Mill. Euro an. Im laufenden Jahr will das Unternehmen erstmals schwarze Zahlen schreiben. „Wir sind in unserem Plan“, sagte Gauss dazu. Die Auslastung liege mit 65 Prozent auf dem erwarteten Niveau bei Durchschnittspreisen von 80 Euro pro Ticket.

„Wir sind in zwei bis drei Jahren börsenfähig“, bekräftigte Gauss gestern frühere Aussagen von Wöhrl. Die Fluglinie habe sich stabilisiert. Zum 1. April war Wöhrl in den Aufsichtsrat gewechselt, im Zuge dessen wurden Gauss und Wojahn neue Geschäftsführer. „Jetzt sind meine beiden wichtigsten DBA-Weggefährten Mitgesellschafter am Unternehmen“, zeigte sich Wöhrl zufrieden. Ziel sei es, dass in naher Zukunft alle DBA-Mitarbeiter Anteile an der Airline halten.

Die DBA scheint im Aufwind. Vom 13. September an werden mit Dresden und Hannover zwei neue Strecken von München aus angeflogen. DBA greift damit Monopolstrecken der Lufthansa an. Der Preis soll bei maximal 175 Euro liegen. Für den Dienst wird eine weitere Maschine in Betrieb genommen. Damit erhöht sich die Flotte wieder auf 15 Boeing 737. Die Zahl der innerdeutschen Flugziele steigt auf zehn.

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