Manipulationsvorwürfe: Mehrere Vergleichsportale sollten genutzt werden

Manipulationsvorwürfe
Verivox-Skandal bringt Web-Portale in Verruf

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Mehrere Vergleichsportale sollten genutzt werden

Die gibt es bei den Verbraucherverbänden schon seit langem. "Wir sind mit der Weitergabe solcher Portale sehr vorsichtig", sagt Peter Lischke, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale in Berlin. Hier sei die Gefahr stets gegeben, dass hinter den Kulissen gemauschelt werde.

Ähnliches hat auch die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen beobachtet. "Wir empfehlen Kunden stets, mindestens zwei oder drei Vergleichsportale gleichzeitig zu konsultieren", sagt Verbandsjurist Jürgen Schröder.
In den letzten Wochen stieß Schröder gleich mehrfach auf Ungereimtheiten. Bei seinen Recherchen fand er heraus, dass Stromanbieter häufig mit Bonuszahlungen für das erste Jahr lockten, die in Wirklichkeit erst ab einer Laufzeit von zwei Jahren fällig wurden. In den Tarifrechnern aber wurde dies nicht berücksichtigt.

Auch überhöhte Abschlagzahlungen, die einer riskanten Vorkasse der Verbraucher gleichkommen, seien bei einigen Anbietern üblich. Auch dies werde bei den Tarifrechnern nicht mit einkalkuliert.
Was den Verbraucherschützer darüber hinaus wunderte: "Selbst wenn ich alle diese Optionen bei den Vergleichsrechnern vorher herausklickte, unterschieden sich die Tarife von Portal zu Portal immer noch." Bei diesen Internet-Rechnern gebe es", sagt Schröder, "viel Irreführung."

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