Mannheimer-Gruppe
Heros-Versicherer muss Pleite-Schaden nicht zahlen

Der Versicherer des Geldtransporteurs Heros, die Mannheimer-Gruppe, muss den durch die Pleite des Unternehmens entstandenen Millionen-Schaden nicht zahlen.

HB HANNOVER. Wie das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ in seiner neuen Ausgabe berichtet, habe dies das Landgericht Hannover in einem ersten Urteil entschieden. Der Versicherungsfall sei vorsätzlich herbeigeführt worden. Der ehemalige Heros-Geschäftsführer Karl-Heinz Weis und drei Mitarbeiter sitzen wegen des Verdachts der Unterschlagung und Untreue in Untersuchungshaft. Dabei geht es um einen Schaden von mehr als 300 Millionen Euro.

Die Heros-Gruppe hatte nach Betrugsvorwürfen im Februar Insolvenz angemeldet. Bis zu 1 000 Unternehmen sollen geschädigt worden sein. Allein der Kölner Handelskonzern REWE bezifferte seinen Schaden nach eigenen Angaben auf 160 Millionen Euro. Insgesamt hatten die Firmen Ausfälle von rund 500 Millionen Euro geltend gemacht, von denen 140 Millionen noch vorhanden sind.

Die Bundesbank hatte die von Heros kurz vor der Pleite bei Firmen abgeholten Gelder sicher gestellt. Der Insolvenzverwalter hatte Mitte Juli angekündigt, dass ein Großteil der sicher gestellten Kundengelder an die Geschädigten ausgezahlt werden könnten. Heros war im Juni von dem US-Investor Matlin Patterson übernommen worden und wird unter dem Namen SecurLog weitergeführt.

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