Mannheimer Staatsanwaltschaft ermittelt
EnBW-Chef soll Bilanz gefälscht haben

Die Mannheimer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen EnBW-Chef Utz Claassen wegen Bilanzfälschung.

HB STUTTGART. Ein Sprecher der Behörde bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der „Stuttgarter Nachrichten“. Bei den im März eingeleiteten Ermittlungen gehe es um unrichtige Darstellungen in der Bilanz des Geschäftsjahres 2003.

Dem Bericht zufolge untersuchen die Ermittler massive Wertberichtigungen in der Bilanz, die Claassen bei seinem Amtsantritt im Mai 2003 vorgenommen hatte. Claassen habe damals den Wert von Beteiligungen, die unter seinem Vorgänger Gerhard Goll erworben worden seien, massiv nach unten korrigiert.

Gegen Goll hat die Mannheimer Staatsanwaltschaft schon früher ein Verfahren ebenfalls wegen unrichtiger Bilanzdarstellung eingeleitet. Wann dies abgeschlossen sein wird, konnte der Sprecher am Donnerstag nicht sagen.

Deutschlands drittgrößter Energieversorger weist alle Vorwürfe zurück. Der in der Zeitung genannte Verdacht und die beschriebenen Vorwürfe gegen den Konzernchef seien haltlos. "Die entsprechenden Ermittlungen der Staatsanwaltschaft basieren schon im Ansatz auf völlig falschen Annahmen", heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Weiter wolle man sich dazu nicht äußern.

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