Margen unter Druck
Ikea leidet unter Konsumflaute

Die Konsumflaute drückt bei Deutschlands größtem Möbelhaus Ikea die Preise immer weiter nach unten. Im neuen Katalog 2004 sind alle Produkte im Durchschnitt 1,5 Prozent günstiger.

HB DÜSSELDORF. Bereits in den vergangenen vier Jahren hatte die schwedische Handelskette das Preisniveau um etwa ein Zehntel nach unten geschraubt. „Einzelne Bereiche wie Büro- oder Schlafzimmermobiliar sind in dem neuen Prospekt sogar bis zu 30 Prozent billiger“, sagte der Geschäftsführer von Ikea Deutschland, Werner Weber, am Donnerstag in Frankfurt.

Vor allem dank neuer Standorte konnte sich Ikea in diesem Jahr dem Abwärtstrend im Möbeleinzelhandel entgegenstemmen. Während der Handel insgesamt acht Prozent einbüßte, kletterten die Erlöse bei den Schweden hier zu Lande im Geschäftsjahr 2003 (Ende August) um fünf Prozent auf 2,25 Milliarden Euro. Ohne die neuen Häuser in Hamburg, Kiel und Ulm hätte die Handelskette ein Prozent weniger umgesetzt. Damit bleibt die Bundesrepublik das wichtigste Land, das ein Fünftel des Konzernumsatzes einbringt. Weltweit stiegen die Erlöse für Ikea von 11,0 auf 11,3 Milliarden Euro. Von den 76 000 Mitarbeitern in 43 Ländern arbeiten fast 10 000 in Deutschland.

Den wachsenden Erfolgen der Discounter will das schwedische Möbelhaus neue schlichte Einrichtungsgegenstände entgegensetzen und damit die Preise der Billig-Anbieter noch unterbieten. „Wir wollen die Leute mit kleinem Geldbeutel verstärkt ansprechen“, betonte Weber. Bislang gehen vor allem Konsumenten mit mittlerem bis hohem Einkommen sowie besserer Ausbildung zu Ikea. Obwohl immer mehr Kunden in die Verkaufshallen strömen, sinkt der Umsatz pro Kopf. Der durchschnittliche Kassenbon beträgt nur noch 73 Euro - 3,5 Prozent weniger als im Vorjahr. „Auch im kommenden Jahr bleibt der Heimbereich der schwierigste Teil im Einzelhandel“, prophezeite Weber. Der Anteil der Möbel an den Haushaltsausgaben sei seit 1999 von 3,2 auf 2,3 Prozent in 2002 gesunken.

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