Marks and Spencer

Kaufhauskette schließt mehr als hundert Filialen

Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahrs weist Marks and Spencer einen Verlust von 65 Millionen Euro aus. Jetzt will die britische Kaufhauskette das Konzept ändern – und Läden schließen.
Die britische Kaufhauskette leidet bereits seit Jahren unter Schwierigkeiten beim Verkauf von Kleidung, Schuhen und Haushaltswaren. Quelle: Reuters
Marks & Spencer in Paris

Die britische Kaufhauskette leidet bereits seit Jahren unter Schwierigkeiten beim Verkauf von Kleidung, Schuhen und Haushaltswaren.

(Foto: Reuters)

LondonDie britische Kaufhauskette Marks and Spencer macht mehr als hundert verlustreiche Filialen in elf Ländern dicht. In den nächsten fünf Jahren sollen rund 60 Geschäfte in Großbritannien schließen, wie das Unternehmen am Dienstag in London ankündigte. Darüber hinaus sollen demnach 53 Standorte in anderen Ländern ihren Betrieb einstellen. 2100 Arbeitsplätze sind demnach in Gefahr.

Im Rahmen eines Umbaus will die britische Kaufhauskette vor allem die Zahl der selbst betriebenen Filialen senken und künftig eher auf Joint Ventures und Franchise-Partnerschaften setzen. Geschlossen werden sollen den Angaben zufolge zehn Kaufhäuser in China und weitere in Belgien, Estland, Frankreich Ungarn, Litauen, den Niederlanden, Polen, Rumänien und der Slowakei. In Deutschland hat Marks and Spencer keine Filiale.

Kleider machen Milliardäre
Platz 10: Burberry
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Der Hoflieferant von Queen Elizabeth und Prince Charles gehört zu den luxuriösesten Modelabels der Welt – und zu den teuersten. Gegründet wurde das Unternehmen 1856. Seit 1920 ist Burberry an der Londoner Börse notiert, die Marke ist Mitglied im FTSE 100 Index.

Umsatz 2015: 3,4 Milliarden Euro*

*Geschäftsjahr 2014/15

Quelle: Umsatzrangliste europäischer Bekleidungsmarken nach der Zeitschrift „TextilWirtschaft“, dfv-Mediengruppe

Platz 9: Prada Group
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Die bekannteste Marke der Prada Group ist heute noch Prada, allerdings sind Marke und Unternehmen nicht mehr synonym: Weitere Marken der Prada Group sind Miu Miu, Church’s und The Original Car Shoe. Das Unternehmen Prada wurde 1913 von Mario und Martino Prada gegründet, 1919 stieg der exklusive Hersteller von Handschuhen, Taschen und Koffern zum königlichen Hoflieferanten auf. 1978 übernahm Miuccia Prada, Enkelin von Firmengründer Mario, die Geschäfte und baute die Prada Group zu einem global agierenden Modekonzern aus. Prada eröffnete erst im Jahr 1983 ein zweites Ladenlokal, wie das erste in Mailand liegend.

Umsatz 2015: 3,5 Milliarden Euro

Platz 8: Next
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Der britische Modehändler Next, 1982 gegründet, besitzt mittlerweile nach eigenen Angaben über 500 Geschäfte im Vereinigten Königreich und Irland, sowie „nahezu“ 200 Franchise-Stores in 40 Ländern. Er ist mittlerweile zum führenden Online-Modehändler Großbritanniens aufgestiegen und liefert seine Kollektionen in über 72 Länder. Next setzt auf eigene Designs und vertreibt ausschließlich die eigene, gleichnamige Modemarke.

Umsatz 2015: 5,6 Milliarden Euro

Platz 7: C&A
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Im Jahr 1841 gründeten die Brüder Clemens und August Brenninkmeijer das Unternehmen 'C. en A.' und eröffneten ein Geschäft, das als eines der ersten Kleidung in Konfektionsgrößen verkaufte. Bis heute befindet sich das Unternehmen in mittlerweile sechster Generation in Besitz der Familie Brenninkmeijer. C&A ist mit 1575 Filialen in 21 europäischen Ländern vertreten und beschäftigt rund 35.000 Mitarbeiter.

Umsatz 2015: 6 Milliarden Euro

Platz 6: Primark
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Die erste deutsche Filiale des 1969 gegründeten Textil-Discounters wurde 2009 in Bremen eröffnet, mit mittlerweile 20 Läden ist die Bundesrepublik das Land mit den drittmeisten Primark-Filialen außerhalb des Vereinigten Königreichs. Strategie des irischen Unternehmens ist es, auf in der Regel mehreren tausend Quadratmetern Verkaufsfläche modische Textilien, Schuhe und Accessoires zu extrem niedrigen Preisen anzubieten – damit ist der Konzern anders als andere Textil-Discounter vor allem bei jungen Menschen erfolgreich. Wegen Arbeits-, Lohn- und Produktionsbedingungen in Billiglohnländern steht das Unternehmen immer wieder in der Kritik.

Umsatz 2015: 7,6 Milliarden Euro

Platz 5: Kering
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Das französisch-italienische Modeunternehmen Kering wurde 1963 von dem französischen Unternehmer François Pinault gegründet und bis 2005 von diesem geführt. Seit dem 21. März 2005 wird der Konzern von Pinaults Sohn, François-Henri Pinault (im Bild), geleitet. Der Name Kering dürften nur den Wenigsten bekannt sein. Doch mit Labels wie Puma oder Gucci erreicht der Konzern ansehnliche Umsätze.

Umsatz 2015: 11,5 Milliarden Euro

Platz 4: Christian Dior
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Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg 1946 gegründet, trug Christian Dior maßgeblich dazu bei, dass sich Paris als Modehauptstadt der Welt etablieren konnte. Insgesamt beschäftigt das Unternehmenskonglomerat über 100.000 Mitarbeiter. Für die Modesparte von Dior arbeiten knapp 3600 Menschen.

Umsatz 2015: 12,3 Milliarden Euro

Die britische Kaufhauskette leidet bereits seit Jahren unter Schwierigkeiten beim Verkauf von Kleidung, Schuhen und Haushaltswaren. Für das Ende Oktober abgeschlossene erste Halbjahr des laufenden Geschäftsjahrs musste das Unternehmen am Dienstag einen Verlust von 58 Millionen Pfund (65 Millionen Euro) ausweisen. Im Vorjahreszeitraum hatte noch ein Gewinn von 140,6 Millionen Pfund unterm Strich gestanden.

  • afp
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