Marktanteil halbierte sich auf dem Heimatmarkt seit 1965
Allianz will mit Konzernumbau Marktanteile zurückgewinnen

Die Allianz macht Tempo bei ihrem Umbau in Deutschland. „Wir wollen eine Wachstumsstory schreiben“, sagte Allianz-Chef Michael Dieckmann vor Journalisten im indischen Mumbai. „Es gehe vor allem um Effizienz, nicht um Kostensenkung.

cd MUMBAI. Ein zentraler Baustein für Dieckmann ist hier die Vereinheitlichung im Bereich Informationstechnologie in Deutschland, durch die der Konzern eine einheitliche Sicht auf die Kunden erhalte. Vorbild ist Österreich, wo der Versicherer bereits das gesamte Geschäft auf einer Plattform abwickelt. Einen Verzicht auf die Hebung von Effizienzreserven könne sich die Allianz angesichts des Wettbewerbs nicht leisten, sagte Dieckmann.

Der radikale Umbau ist notwendig, weil die Allianz Kunden verloren hat. Der Marktanteil halbierte sich auf dem Heimatmarkt seit 1965 von 35 auf 17 Prozent. Die Münchener konnten hier nur durch die Übernahmen der Vereinten Krankenversicherung und des ehemaligen staatlichen Monopolversicherers der DDR vorübergehend Marktanteile gewinnen. Vor allem Billiganbieter setzen dem Branchenprimus in Schaden- und Unfall- sowie Lebensversicherung zu. Deshalb verkauft die Allianz nun trotz des Widerstandes ihrer Vertreter Kfz-Versicherungen auch über das Internet.

Die Arbeitsplätze hängen davon ab, dass der Konzern den Negativtrend stoppt. „Gelingt uns die Wachstumsstory nicht, dann wird uns dies auf jeden Fall Arbeitsplätze kosten“, sagte Dieckmann, der von den Mitarbeitern Flexibilität einfordert. So setzt er auf die Umschulung von Mitarbeitern zu Generalisten.

Der Allianz-Chef will den Verkauf von bisher zwei Policen je Kunde deutlich steigern. Damit stehen die Münchener zwar besser als viele deutsche, aber schlechter als europäische Konkurrenten da. So verkauft der französische Finanzkonzern Credit Lyonnais fünf bis sechs Verträge je Kunde.

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