Marktanteil soll sich 2005 erneut verdoppeln
Autovermieter Budget wächst aggressiv

Der Autovermieter Budget mischt mit seinem neuen Preissystem den umkämpften deutschen Markt auf. Der Branchenfünfte in Deutschland will im kommenden Jahr seinen Marktanteil auf sieben Prozent fast verdoppeln, nachdem der Autovermieter seit Einführung des Systems von nur noch zwei Tarifen im März dieses Jahres den Marktanteil bereits von zwei auf vier Prozent katapultierte, wie Budget-Vorstand Michael Gehricke in Frankfurt sagte.

hz FRANKFURT/M. Damit liegt Budget zwar weiter deutlich hinter den Marktführern in Deutschland, Sixt und Europcar. Doch der Erfolg des zweistufigen Preissystems macht die Konkurrenz nervös. Der Chef des Münchener Branchenprimus Sixt, Erich Sixt, handelte sich eine Abmahnung ein, nachdem er behauptet hatte, das Preissystem des Konkurrenten sei eine „Mogelpackung“ und Budget auf dem „Weg zur Pleite“. Budget setzt seit März dieses Jahres auf ein einfaches Preissystem mit zwei Klassen: Economy für 39 Euro und Business für 59 Euro.

Ungeachtet des schwierigen Marktes strebt Budget-Finanzchef Alexander Kowatsch mit dem Unternehmen, das Ende 2002 von der Hamburger Albis Leasing übernommen wurde, die Rückkehr in die operative Gewinnzone im kommenden Jahr an. „Wir sind im Plan“, sagte Kowatsch, obwohl immer mehr Billiganbieter auf den schrumpfenden Mietwagen-Markt drängen. Neben der zum Volkswagen-Konzern gehörenden Europcar mit dem Discount- Anbieter Interrent sowie Marktführer Sixt mit der Billigmarke Sixti offeriert inzwischen auch Avis über seine Discount-Tochter Avis Basic Billigangebote.

Der wachsende Preisdruck geht an den Vermietern nicht spurlos vorbei: Avis Europe musste im ersten Halbjahr dieses Jahres einen drastischen Gewinneinbruch berichten und erwartet auch im kommenden Jahr keine Erholung des Mietwagengeschäfts.

Der Avis-Mutterkonzern Cendant hatte im Frühjahr 2003 die meisten europäischen Aktivitäten des US-Vermieters Budget erworben. Für Deutschland war Avis dieser Weg allerdings versperrt, da sich das deutsche Netz von Budget die Hamburger Albis Leasing gesichert hatte. Zuvor hatte Budget mit Sixt zusammengearbeitet. Die Kooperation schied jedoch im Streit.

Experten rechnen damit, dass sich in den nächsten Jahren die Konsolidierung in der Branche beschleunigen wird.

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