Marktanteil soll steigen
"Nulltarif-Versicherung" drückt auf Fielmanns Gewinn

Europas größte Optikerkette Fielmann will beim Gewinn bereits in diesem Jahr die Früchte der hohen Werbeaufwendungen des Auftaktquartals einfahren.

HB HAMBURG. „In den folgenden Quartalen werden sich die Gewinne vervielfachen, weil wir die Werbung um mehr als 50 Prozent zurücknehmen können“, bekräftigte das im Nebenwerteindex MDax gelistete Unternehmen am Montag in seinem Quartalsbericht.

Angetrieben durch die zusammen mit dem Versicherer HanseMerkur eingeführte „Nulltarif-Versicherung“ sollten parallel dazu Absatz und Umsatz steigen. Für das Gesamtjahr kündigte der Brillenfilialist europaweit eine Erhöhung seiner Marktanteile an. Bei einem zweistelligen Wachstum der Stückzahlen solle der Gewinn „angemessen“ steigen. Was Fielmann als angemessen ansieht, ließ das Unternehmen zunächst offen.

Fielmann hatte im ersten Quartal wegen hoher Werbeaufwendungen für die Nulltarif-Versicherung einen Rückgang des Vorsteuergewinns um 60 Prozent auf rund zehn Millionen Euro in Kauf genommen. Von Januar bis März verringerte sich der Umsatz den endgültigen Zahlen zufolge um 13 Prozent auf 169 (Vorjahr 194,9) Millionen Euro.

Im ersten Geschäftsquartal setzte der Marktführer 1,4 (1,28) Millionen Brillen ab und steigerte die Neuaufträge in Deutschland um ein Drittel, im April sogar um 37 Prozent. Bis zum Jahresende will Fielmann 15 zusätzliche Niederlassungen eröffnen und 300 Mitarbeiter einstellen.

Im vergangenen Jahr hatte Fielmann wegen der weitgehenden Streichung von Kassenleistungen für Brillen einen Gewinneinbruch vor Steuern um mehr als ein Drittel auf 72 Millionen Euro hinnehmen müssen. Der Gewinn nach Steuern ging um knapp 37 Prozent auf 44,3 Millionen Euro zurück.

Die Nulltarif-Versicherung verspricht alle zwei Jahre eine kostenlose Brille. Seit ihrer Einführung im vergangenen Jahr wurden mehr als 600 000 Verträge abgeschlossen.

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