Marktanteile Aldi und Lidl kommen in Frankreich nicht voran

Obwohl die deutschen Discounter Aldi und Lidl fleißig neue Filialen in Frankreich eröffnen, stagnieren die Umsätze. Wachstumschancen bieten sich eher auf der anderen Seite des Ärmelkanals.
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Weder Aldi noch Lidl kommen auf dem französischen Markt nennenswert voran. Quelle: dpa

Weder Aldi noch Lidl kommen auf dem französischen Markt nennenswert voran.

(Foto: dpa)

ParisDer Vormarsch der deutschen Discounter Aldi und Lidl in Frankreich ist gestoppt. Sie können sich dem allgemeinen Trend nicht entziehen, dem zufolge der Marktanteil der Discounter in Frankreich dieses Jahr voraussichtlich bei 13,6 Prozent stagnieren wird. Es wäre das dritte Jahr in Folge, in dem die Billigsupermärkte nicht zulegen können.

Aldi verharrt laut der französischen Tageszeitung „Le Figaro“ seit zwei Jahren bei einem Marktanteil von um die 2,5 Prozent, Lidl bei rund 4,5 Prozent. Und das, obwohl beide Ketten weiterhin neue Filialen eröffnen. „Die Umsätze sind seit dem Höhepunkt 2008 leicht zurückgegangen“, sagte Pascal Hadrot von der Gewerkschaft CFDT, der im Betriebsrat sitzt, dem Blatt. Ähnliches gilt für Lidl.

Die beiden Discounter legten bis einschließlich 2008 fast pausenlos zu, nachdem sie Frankreich in den 1990er-Jahren im Sturm erobert hatten. Jetzt gilt das nur noch für die Zahl ihrer Geschäfte. Auch diese wächst aber weniger stark als noch bis vor drei Jahren. Aldi hat seit 2009 rund 70 neue Filialen eröffnet, bei Lidl sind es jährlich 50 bis 60. Insgesamt betreibt Aldi 850 Geschäfte, Lidl 1600.

Die Konkurrenz hat auf die aggressiven deutschen Angreifer reagiert. Sie hat den Druck auf die Lieferanten deutlich erhöht und für bestimmte Artikel Discountpreise eingeführt. Auch haben die Deutschen den Trend verschlafen, dass immer mehr Franzosen Lebensmittel im Internet bestellen und dann nur noch im Supermarkt abholen.

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12 Kommentare zu "Marktanteile: Aldi und Lidl kommen in Frankreich nicht vom Fleck"

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  • @Porschee: Wohnen Sie im Norden? Ihre Beschreibung hat mit den Aldi-Süd-Läden, die ich kenne, nichts zu tun. Vielleicht muss Aldi Süd Aldi Nord übernehmen. Karl hat sein Haus wohl besser geordnet als Theo selig.

  • Was mir am meisten nervt in Frankreich (Alpes Mritimes) allgemein ist die ewige Warterei an den kassen. Ob Carrfour, Lidl, Aldi oder ED, es ist eine katastrophe.
    Der Kunde ist Sklave, man tut ihm einen Gefallen wenn man ihn einkaufen lässt.
    Dazu kommt bei Carrefour die komplizierte Sonderangebote "Un produit acheté, le deuxième gratuit" und so ein Blödsinn dass sogar die Franzose nicht immer verstehen. Von dem komplizierten Rabattsystem wenn man eine Kundenkarte hat ganz zu schweigen.

  • Ich konnte in der Vergangenheit am südniedersächsischen Aldi nichts zu meckern finden - nettes Personal und aufgeräumt war es auch und die Klientel war gemischt. Und wenn man mal zur Aldi Filiale auf Sylt fährt, wo Schicki und Micki sich um die Schnäppchen balgen, sich Einkaufswagen in Hacken und Hüften schieben ohne Rücksicht auf irgendwas, dann kann der Rest eigentlich nicht so schlimm sein.
    Aldi mag vielleicht in Europa nicht mehr so attraktiv sein, in Australien ist es sehr beliebt, Aldi wächst hier und die deutschen Marken kommen sehr gut an, die Läden sind sauber, das Personal ist nett und aufmerksam und es ist getreu dem Motto von Tchibo: jede Woche eine neue Welt. Aber die Konkurrenz im Service ist ja auch viel härter: Kunden werden immer gegrüßt, es wird immer ein schöner Tag gewünscht und beim Einräumen des Einkaufs in den Wagen geholfen. Da kann Aldi es sich nicht leisten zu schlafen und die kühle deutsche Mentalität zu zeigen.

  • Aldi ist ein Ramschladen erster Klasse! Wühl-Körbe beim NON-Food... Bin ich ein Trüffelschwein, welches gerne in der Erde nach Kostbarkeiten wühlt????
    Der Verbraucher soll seine Zeit im ALDI verschwinden sehen / verschwenden. Meine Zeit ist auch knapp. ALDI war mal als Idee gut: möglichst gut durch organisiert Ware an den Mann bringen und dabei wertvolle Personal - und Wege - Zeit einsparen. Nun soll ich als Kunde meine Zeit opfern, um mich im Chaos zurechtzufinden? Was soll der unfug mit den Plakaten für die Sonderangebote fü die NÄCHSTE Woche?
    Die meisten Waren kann ALDI gar nicht mehr zum angepeilten Preis losschlagen, die Konkurrenz hat schließlich nicht geschlafen. Die roten Preisschilder nehmen überhand. Resultat: aufgerissen Packungen müssen mehrfach in die Hand genommen werden und neu sortiert werden, von teurem deutschen Angestellten! Da nützt der Billig-einkauf beim Plagiat-Fachmann CHINA auch nichts mehr. Solch ein Durcheinander -Verkaufssystem ist nicht finanzierbar, weder für den Anbieter noch den Konsumenten. Für den Staat auf die Dauer auch nicht: glatte Resourcenverschwendung!
    Die MEDION - Produkte waren schon Murks, die Qualität läßt neuerdings auf breiterer Fläche immer mehr zu wünschen übrig, das gilt aber auch für den Konkurrenten LIDL. Die Einkäufer scheinen nicht in der Lage zu sein, die Waren mal selbst zu testen.
    LIDL und ALDI werden zusammen gehen müssen!!!! Einer von beiden wird sonst auf jeden Fall untergehen. Ich tippe im Moment auf auf ALDI. LIDL hat allein von der Sozialmoral mächtig aufgeholt (Tafel / Spenden). REWE macht denen doch noch was vor, da herrscht nicht so ein Chaos und preiswerte und gute Artikel gibt es aber genauso!
    Was haben zum Beispiel Fahrräder in einem Nicht-Fachgeschäft zu suchen? Gar nichts!
    Das Personal wird inzwischen beim ALDI auch immer nervöser. Mit so einer Hektik am Hals kann doch kein Mensch über längere Zeit gute Arbeit leisten.

  • Ich kenne es nur aus der Schweiz und da stagnieren die Umsätze ja auch im hohen Mass. Wundern tut mich das nicht...PErsonal das frisch vom Baum geschüttelt worden ist und ein Klientel in den Läden dass man tatsächlich sogar von stinkenden Leuten sprechen muss. Deutsch hört man dort fast gar nicht! Der Otto Normal Schweizer kauft dort nicht ein sondern unterstützt viel mehr die lokalen Anbieter aus der Region etc. Ergebnis...jetzt stehen bereits zig fast vollendete LIDL Filialen leer in den Regionen.

  • Auf dem Bild zu diesem Artikel ist eine Einkaufstüte von Aldi-Süd abgebildet. Darunter der Text, dass Aldi in Frankreich nicht nennenswert voran kommt. Hier muss man eines grundsätzlich beachten: Aldi-Nord und Aldi-Süd sind zwei rechtlich voneinander unabhängige Unternehmen; keine Konsolidierung. Und im französischen Markt ist eben Aldi-Nord unterwegs. Des weiteren wird erwähnt, dass in GB die Wachstumschancen besser sind, und hier ist Aldi-Süd vertreten. Ein einfacher K(B)lick auf die Homepage genügt.

  • Ja, zwischen Aldi Deutschland und Aldi Frankreich liegen Galaxien. Ausserdem haben zwar Franzosen weniger Einkommen und höhere Lebenshaltungskosten, aber zahlen gerne woanders mehr, weil sie sich davon viel bessere Qualität versprechen, auch wenn dem nicht so ist.

  • Stimmt alles nicht...auch in Deutschland liegt das Grundprobleme im Mangement...die MBA Bubis haben das Ruder übernommen...z. B. die Putzen laufen schon ab 19 Uhr rum..und stören...immer mehr Täuscher und Betrüger Preise...80 gr. Schinken..in einer Riesenpackung...Immer mehr gilt aufgeblasen..und Preiserhöhungen von beachtlichen Prozente werden von den akadem. Bubis mit beachtlichen Einsatz zum tarnen und täuschen eingesetzt.
    850 gr. Äpfelpackungen...usw. die Qualität der Medion Marke im elektrischen Sektor läßt immer mehr nach...auch hier gilt jetzt Rendite...und damit Boni über alles in der Welt

  • Carrefour ist besser geführt, oft billiger und hat bessere Angebote. Da gibt es kaum die Parkplatzprobleme die man bei Lidl hat (jedenfalls in Cagnes sur Mer) oder Aldi (in Grasse)

  • Das Problem dürfte - wie auch in anderen Ländern - eher im Sortiment und der Qualität liegen. Man kann halt nur in Deutschland mit 'Geiz ist geil' verkaufen ...

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