Marktforschung
GfK baut weltweites Netzwerk weiter aus

Die GfK will ihre Einkaufstour rund um die Erde auch in Zukunft fortsetzen und so das weltweite Firmennetz ausbauen. Die Nürnberger Marktforscher reagieren mit der Fortsetzung ihrer Strategie auf die anhalten Umwälzungen innerhalb der Branche.

HB NÜRNBERG. „Es ist zu teuer, zu unsicher, und es dauert zu lange, das Geschäft im Ausland selbst aufzubauen“, sagte GfK-Chef Klaus Wübbenhorst im Gespräch mit dem Handelsblatt. Um den global tätigen Kunden überall vergleichbare Daten bieten zu können, müsse das Marktforschungsunternehmen deshalb weitere lokale Wettbewerber übernehmen.

Deutschlands größter Marktforscher hat seit dem Börsengang vor sieben Jahren dutzende, hauptsächlich kleine Konkurrenten überall auf der Welt gekauft. Insgesamt vereint die Gruppe heute 130 Firmen unter ihrem Dach. Die Übernahme der britischen NOP World für 570 Mill. Euro im vergangenen Jahr ist bislang die mit Abstand größte Akquisition. Damit hat sich die GfK vor allem ein starkes Standbein in Amerika geschaffen. Dort erzielen die Franken inzwischen mehr Umsatz als auf ihrem Heimatmarkt. Ziel der Nürnberger Firma ist es, weltweit zur Nummer drei aufzusteigen. Derzeit rangiert die GfK noch auf Rang fünf.

Mit ihrer Einkaufstour steht die GfK nicht alleine da. Die Marktforschungsbranche ist seit Jahren kräftig in Bewegung. Alle großen Anbieter haben ihr weltweites Netz ausgebaut und Konkurrenten übernommen. Nur so können sie ihre Kunden bedienen, die ihre Produkte rund um die Erde verkaufen.

Für viel Wirbel sorgte vor wenigen Wochen erst der Verkauf der niederländischen VNU für 7,6 Mrd. Euro an eine Gruppe von Finanzinvestoren. Mit einem Umsatz von 3,5 Mrd. Euro sind die Holländer der bei weitem größte Anbieter weltweit.

In der Branche wird momentan noch gerätselt, wie es mit VNU weiter geht und welche Strategie die Firma einschlägt. Es wird auch viel über Verkäufe von einzelnen Unternehmensteilen spekuliert. Im vergangenen Herbst wollte VNU selbst noch die Nummer drei der Branche, IMS Health, übernehmen – scheiterte mit dem Plan aber an den eigenen Aktionären.

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