Marktführer Aral: Schließungswelle bei Tankstellen geht weiter

Marktführer Aral
Schließungswelle bei Tankstellen geht weiter

Für deutsche Autofahrer wird es immer schwieriger, eine Tankstelle zu finden: Das Tankstellensterben ging auch 2006 weiter, wenn auch langsamer als in der Vergangenheit. Eigentlich würden sogar noch mehr Tankstellen schließen, wenn nicht ein Grund sie zurückhielte.

HB HAMBURG. Am 1. Januar 2007 gab es noch 15 036 Stationen, 151 oder ein Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Das geht aus der Tankstellenbilanz des Hamburger Energie Informationsdienstes (EID) hervor, die am Freitag veröffentlicht wurde.

Damit setzt sich das seit Jahrzehnten anhaltende Tankstellensterben fort, seit im Jahr 1968 mit 47 000 Tankstellen allein in Westdeutschland der Höchststand erreicht worden war. Im Vergleich zu früheren Jahren hat die Zahl der Anlagen 2006 nach EID-Angaben aber nur mäßig abgenommen. So wurden etwa im Jahr 2004 noch fast 350 Stationen geschlossen.

Die meisten Tankstellen in Deutschland werden nach wie vor von Aral geführt, die auf 2 402 Straßentankstellen kommt. Es folgen Shell mit 2 145, Esso mit 1 174 und Total mit 986 Anlagen. Danach kommen die kleinen Marken wie Jet oder Orlen und Tausende freier Tankstellen, die zum Teil in Verbänden wie BFT (Bundesverband Freier Tankstellen) zusammengeschlossen sind. Allein BFT hat inzwischen 1 608 Stationen.

Bei der verkauften Menge an Sprit hat Aral ebenfalls weiter die Nase vorn, wenn auch nur noch knapp: Der EID bezifferte den Marktanteil von Aral auf 22,5 bis 23 Prozent. Shell kommt demnach auf 22,5 Prozent vor Jet mit zehn Prozent, bft mit 9,5 und Esso mit 8,5 bis neun Prozent. Shell hat den Abstand zum Marktführer laut EID verkleinert. Der Konzern erntet damit die Früchte seiner Marketingstrategie für hohe Kundenbindung über eine eigene Clubkarte und die Wiedereinführung des Tankwartservice an ausgewählten Stationen.

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