Marktführer bei Kaffeemaschinen
WMF wandelt sich zum Lifestyle-Hersteller

Der Küchenspezialist WMF will mit Innovationen und eigenen Läden dem negativen Markttrend trotzen. „Im ersten Halbjahr liegen wir deutlich über dem Vorjahr“, sagte Vorstandschef Thorsten Klapproth im Gespräch mit dem Handelsblatt.

HB GEISLINGEN. Wachstumsbringer sind neue Produkte sowie das Geschäft mit vollautomatischen Kaffeemaschinen. Die Marktführerschaft bei Besteck und Kaffeemaschinen soll durch Akquisitionen weiter ausgebaut werden. „Wir halten die Augen permanent offen“, sagte Klapproth.

Die Württembergische Metallwarenfabrik fertigt seit 1853 Bestecke, Töpfe und Küchenhelfer. Zum Konzern zählen neben der Kernmarke WMF vier weitere Tochtergesellschaften: Alfi (Isolierkannen), Auerhahn (Besteck), Silit (Töpfe) und Kaiser (Backformen). 2003 stieg WMF zudem beim Schweizer Kaffeespezialisten Schaerer ein. Branchengerüchte, dass WMF sich an einem Schweizer Messerhersteller beteiligen wolle, wollte Klapproth nicht kommentieren.

Dabei ist die Kriegskasse des Traditionsunternehmens gut gefüllt. Der Konzern verfügt über Gewinnrücklagen von 90 Mill. Euro. Die Eigenkapitalquote beträgt 57 Prozent. Allerdings war das vergangene Geschäftsjahr eines der härteren in der Unternehmensgeschichte. Wie in der gesamten Küchen- und Hausgerätebranche schrumpfte auch bei WMF das Geschäft. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sanken die Ausgaben für Haushaltswaren 2004 um über fünf Prozent. Bei WMF ging der Umsatz um drei Prozent auf 561 Mill. Euro zurück, der Jahresüberschuss brach von 11,4 auf 4,3 Mill. Euro ein.

Die Krise im Einzelhandel schwächt den Küchenspezialisten, der rund zwei Drittel seines Umsatzes im Einzelhandel macht und nur ein Drittel im Objektgeschäft mit Hotels und Restaurants. Allein im vergangenen Jahr verloren die Schwaben 100 Fachhändler durch Insolvenz oder Geschäftsaufgabe.

In den Ausbau der eigenen Filialen fließt deshalb ein Großteil der für 2005 geplanten Investitionen in Höhe von 17 Mill. Euro. Die 149 Filialen in Deutschland, in denen WMF rund ein Fünftel des Umsatzes macht, sollen bis 2008 um 50 aufgestockt werden. Präsenz zeigt WMF seit 2004 erstmals auch in Küchenstudios durch die Kooperation mit dem Küchenhersteller Franke.

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