Marktkauf-Zentrum überrascht positiv
AVA plant weitere Zentren in Moskau

Der mehrheitlich zur Edeka-Gruppe gehörende Handelskonzern AVA sieht seine Erwartungen bei dem vor sechs Monaten eröffneten Einkaufszentrum in Moskau übertroffen und plant nun die Eröffnung von mindestens drei weiteren Zentren in den kommenden zwei Jahren.

Reuters DÜSSELDORF/MOSKAU. AVA-Vorstandschef Helmut Metje bekräftigte zudem am Mittwoch die Erwartung, 2003 konzernweit ein Umsatzplus von 2,5 Prozent zu erzielen und das Ergebnis zu verbessern. „Wir haben gesagt, dass wir 2003 besser dastehen werden und davon gehe ich auch weiter aus“, sagte Metje rund zwei Wochen vor der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen des im SDax notierten Handelskonzerns.

Mit der Entwicklung des Anfang Februar eröffneten Marktkauf-Einkaufszentrums am Stadtrand von Moskau zeigte sich Metje sehr zufrieden. „Das war ein gelungener Start, unsere Erwartungen wurden sogar übertroffen.“ Ohne Berücksichtigung der Fixkosten werde das Marktkauf-Zentrum bereits vor Ende 2003 in die Gewinnzone kommen. Ursprünglich hatte AVA erst 2004 mit schwarzen Zahlen in Moskau gerechnet. In dem Zeitraum bis Ende Juni habe das Zentrum einen Umsatz von 24,4 Millionen Euro erzielt. Die Zahl der Kunden steige stetig. Metje bekräftigte vor diesem Hintergrund, dass der Moskauer Markt im Eröffnungsjahr mindestens 50 Millionen Euro umsetzen werde.

Drei neue Zentren im Großraum Moskau

Angesichts der guten Entwicklung gebe es konkrete Planungen für die Eröffnung eines SB-Warenhauses im Jahr 2004 und zweier weiterer Standorte im darauf folgenden Jahr im Großraum Moskau. „Ab drei bis vier Standorten lohnt es sich“, erläuterte dazu Metje. Die künftigen Investitionen je Standort würden deutlich geringer ausfallen, fügte er hinzu, denn AVA werde solche Projekte mit ihren Partnern künftig nicht mehr kaufen, sondern nur noch mieten. Eine Investitionshöhe nannte er nicht, im Februar hatte AVA aber von rund 100 Millionen Euro für weitere fünf bis sechs denkbare Standorte gesprochen. In den Standort am Autobahnring von Moskau hatte Metro 40 Millionen Euro investiert.

Metje: Restrukturierung bei Baumärkten kommt gut voran

Zur Entwicklung des Sorgenkindes des Konzerns, den Baumärkten, sagte Metje, die im April angekündigte Restrukturierung sei auf gutem Weg. 2002 hatte AVA auch wegen eines erhöhten Verlustes seiner Baumärkte einen deutlichen Rückgang des Konzernüberschusses auf 20,6 (Vorjahr: 84,4) Millionen Euro erlitten. Der Umsatz lag bei 5,4 (5,5) Milliarden Euro. Auch im ersten Quartal 2003 war das Vorsteuerergebnis von der Baumarktsparte belastet worden. Vor Steuern waren die Verluste der Sparte auf 14,3 (9,8) Millionen Euro gestiegen.

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