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Praktiker-Großaktionärin bleibt auf Zypern

Maseltov-Fonds
Praktiker-Großaktionärin bleibt auf Zypern

Praktiker-Großaktionärin Isabella de Krassny will mit ihrem Investmentfonds auf Zypern bleiben. Es gibt einen konkreten Grund, warum sie die jüngste Entwicklung auf der kleinen Mittelmeer-Insel nicht besonders schreckt.
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WienDe Krassny lässt die jüngste Entwicklung in Zypern ziemlich kalt. „Die Krise dort tangiert mich überhaupt nicht“, sagte de Krassny, die auch den in Zypern registrierten Maseltov-Fonds führt, im Gespräch mit Handelsblatt Online. Mit diesem Investment-Vehikel war der Wienerin vor bald zwei Jahren der Einstieg beim angeschlagenen Baumarkt-Konzern Praktiker gelungen. Im Moment hält der Maseltov-Fonds etwa zehn Prozent der Praktiker-Anteile.

Der Maseltov-Fonds hat zwar seinen Sitz auf Zypern und dort auch eigenes Personal, das sich von der Mittelmeer-Insel aus um die Vermögensverwaltung des Fonds kümmert. Isabella de Krassny bleibt trotzdem gelassen, was Zypern betrifft. „Das Geld des Fonds liegt in Österreich“, sagt die Investmentmanagerin aus Wien. Der Maseltov-Fonds habe überhaupt keine Geschäftsbeziehungen zu Banken auf Zypern, sondern ausschließlich in Österreich.

Die Praktiker-Großaktionärin glaubt, dass Zypern durchaus noch eine Zukunft als Finanzplatz für ausländische Investment-Fonds hat und nicht den Abzug internationaler Investoren fürchten muss – solange die Regierung in Nikosia die grundsätzlichen Spielregeln nicht ändert. Sorgen müssten sich auf der Insel nur die Sparer machen, weil die zyprischen Banken kurz vor dem Kollaps stehen. „Wir haben nicht einmal Cash auf Zypern“, sagt die Fondsmanagerin aus Wien. Deshalb spreche sie sich auch nicht gegen die jetzt für die kleine Mittelmeer-Insel gefundene Lösung aus.

Völlig sorgenfrei ist Isabella de Krassny allerdings doch nicht. Sie sieht die Möglichkeit, dass die zyprische Regierung wegen ihrer Haushaltsnöte Änderungen an der Steuergesetzgebung vornehmen könnte und die Kapitalertragsteuer erhöht. Ausländische Fonds wie Maseltov sind wegen der niedrigen Steuern nach Zypern gegangen. Würden die Steuersätze künftig extrem hoch festgesetzt, könnte das aus ihrer Sicht den Exodus internationaler Finanziers auslösen.

„Problematisch würde es auch, sollte es auf Zypern zu Enteignungen kommen“, ergänzt de Krassny. Aber auch für diesen Fall ist sie optimistisch. Sie glaubt nicht, dass sich die Regierung in Nikosia zu solch drastischen Schritten entscheiden wird. Außerdem setzt sie auf die EU: Auch die Europäische Union würde bei Enteignungen ausländischer Investoren gegenhalten.

Kommentare zu "Praktiker-Großaktionärin bleibt auf Zypern"

Alle Kommentare
  • Frau Krassny gibt sich ziemlich cool, aber ich glaube Sie täuscht sich. Zypern ist ein kleines Land und die EU und die Euro-Länder werden Macht demonstrieren wollen und sich an Zypern austoben. Obwohl wir alle wissen, dass das Großkapital regiert und bestimmt was Sache ist!

  • Das Ranking ist besonders spannend. Unter Platz 7 steht: Max Bahr findet sich auf dem sechsten Platz ...

    Auf Platz zehn steht Marktkauf. Diese Kette wurde bereits 2007 von toom übernommen und in 2008 komplett umgeflaggt. Unwahrscheinlich, dass in Marktkauf-Baumärkten 3,2% der Deutschen in 2010 eingekauft haben.

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