Massenstreiks bei Alitalia-Beschäftigten
Airlines laufen gegen Alitalia-Hilfen Sturm

Große europäische Luftfahrtkonzerne blicken mit Argusaugen auf die neue staatliche Unterstützung für ihre angeschlagene Konkurrentin Alitalia. Der Konzern soll durch ein Rettungspaket vor der drohenden Pleite gerettet werden. Für die chronisch defizitäre Airline, die mehrheitlich im Besitz des italienischen Staates ist, sollen in den nächsten Tagen Finanzhilfen im Wert von bis zu 400 Mill. Euro beschlossen werden.

DÜSSELDORF. Privatisierte Luftfahrtkonzerne, allen voran Europas Marktführer British Airways (BA), machen Front gegen die Staatshilfen: BA-Chef Rod Eddington bat die britische Regierung darum, bei EU-Verkehrskommissarin Loyola de Palacio vorstellig zu werden. In einem Brief an Verkehrsminister Alistair Darling, der dem Handelsblatt vorliegt, schreibt Eddington: „Wir müssen jetzt agieren, denn die Vergangenheit hat gezeigt: Der Schaden entsteht mit der Zahlung von Staatshilfen – egal, ob sie später zurückgezahlt werden müssen oder nicht.“ Wegen der Beihilfen für viele kleinere Staatslinien wartet die Branche seit Jahren vergebens auf eine Marktbereinigung. Weitere Subventionen für Alitalia, die bereits vor Jahren 1,4 Mrd. Euro vom Staat erhielt, hätten laut Eddington gravierende Auswirkungen auf BA – besonders wegen der engen Beziehung der Alitalia zu Air France und KLM. Beide Fluggesellschaften fusionieren derzeit zum größten Luftfahrtkonzern Europas.

Während Air France das Thema Alitalia nicht kommentieren wollte, kündigte die Lufthansa an, die neuerlichen Subventionen nicht dulden zu wollen. „Wir appellieren an die EU-Kommission, den für Beihilfen geltenden Regeln weiterhin Wirkung zu verschaffen und gegen Beihilfen, die diese Richtlinien verletzen oder umgehen, entschlossen vorzugehen“, sagte eine Lufthansa-Sprecherin. Der faire Wettbewerb unter den Fluglinien sei „gerade in der gegenwärtigen Marktsituation elementar“.

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