Massive Kostensenkung geplant
Rewe setzt den Rotstift an

Rewe plant massive Einsparungen in dreistelliger Millionenhöhe. Damit will der Konzern im hart umkämpften deutschen Lebensmittelhandel schlagkräftiger werden.

HB KÖLN. „Die Hälfte der Erträge wird im Ausland erwirtschaftet, obwohl wir dort nur 28 % des Umsatzes erzielen“, sagte der Rewe-Vorstandssprecher Achim Egner im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“. Ziel des zweitgrößten deutschen Handelskonzerns sei es, die Umsatzrendite von zuletzt 1,5 % deutlich zu verbessern und in die Nähe anderer international agierender Handelsriesen wie der Metro zu kommen. Massive Stellenstreichungen seien nicht vorgesehen, sagte ein Sprecher der Rewe am Dienstag.

Auf dem deutschen Lebensmittelmarkt könne die Rewe ihr Ergebnis nur durch Kostenspareffekte verbessern. Als ein Beispiel nannte Egner die Vertriebsstruktur. „Unsere konzerneigenen Filialen und die selbstständigen Rewe-Händler, die von uns beliefert werden, werden derzeit jeweils von eigenen Lagern beliefert. Das macht vielfach wenig Sinn.“ Die Zahl regionaler Vertriebsniederlassungen werde von neun auf sechs reduziert. Auf die Frage, wie viele Arbeitsplätze abgebaut werden, sagte Egner: „Wir werden ein Effizienzsteigerungsprogramm durchführen und über den ein oder anderen Posten nachdenken müssen“.

Der Kölner Konzern (ohne den selbstständigen Rewe-Einzelhandel) erzielte 2004 den Rekordumsatz von 33,6 Mrd. €. Das waren 5,3 % mehr als ein Jahr zuvor. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stieg um 15 % auf 510 Mill. €. Die Umsatzrendite vor Steuern erhöhte sich auf gut 1,5 %.

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