Mattel mit roten Zahlen

Barbie bleibt ein Sorgenkind

Die Barbie ist vielen Mädchen anscheinend nicht mehr interessant genug. Hersteller Mattel hat mit sinkenden Verkäufen zu kämpfen, es fehlt ein zündendes Modell. Das Unternehmen plant nun Action-Figuren für Mädchen.
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Hersteller Mattel will im kommenden Jahr neue Modelle auf den Markt bringen. Quelle: dpa
Barbie im Rampenlicht

Hersteller Mattel will im kommenden Jahr neue Modelle auf den Markt bringen.

(Foto: dpa)

Auch unter neuer Führung hat der US-Spielzeughersteller Mattel die Trendwende bislang nicht geschafft. Weiterhin kämpft das Unternehmen mit sinkenden Verkäufen seiner Barbie-Puppen. Im abgelaufenen Quartal fiel ein Verlust von umgerechnet 10,5 Millionen Euro (11,4 Millionen Dollar) an, nach einem Gewinn von 26 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie der Hasbro-Konkurrent am Donnerstag mitteilte. Mit einem Rückgang von sieben Prozent blieb der Umsatz hinter den Analystenerwartungen zurück.

Seit etwa drei Jahren kämpft Mattel mit der sinkenden Nachfrage nach Barbie-Puppen, weil sich Mädchen zunehmend mehr für Puppen des Walt-Disney-Zeichentrickfilms „Eiskönigin“ oder aber für elektronisches Spielzeug wie Tablets interessieren. Abhilfe sollen neue Modelle im kommenden Jahr schaffen. Zudem plant Mattel Action-Figuren für Mädchen.

Erste Erfolge kann der neue Konzernchef Christopher Sinclair allerdings vorweisen. Mit Fisher-Price-Spielzeug, das etwa ein Drittel zum Gesamtumsatz beiträgt, setzte Mattel im zweiten Quartal neun Prozent mehr um. Dank Kostensenkungen verbuchte Mattel zudem nach bereinigten Zahlen überraschend einen kleinen Gewinn.

So eroberten die Playmobil-Männchen die Welt
Der Vater der Playmobil-Figuren
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Horst Brandstätter ist am Mittwoch im Alter von 81 Jahren gestorben. Der Unternehmer ist der Vater der Playmobil-Figuren. 1952 trat Brandstätter in das Unternehmen Geobra Brandstätter ein. Der Name geht auf seinen Vater Georg Brandstätter zurück, der die Leitung der 1876 gegründeten Firma wiederum von seinem Vater Andreas übernommen hatte. Zunächst stellte das Unternehmen Schatullenbeschläge und -schlösser her, später dann diverse Metall- und Spielwaren. Ende der 1950er Jahre hatte Geobra Brandstätter großen Erfolg mit Hula-Hoop-Reifen – und setzte von da vor allem auf Kunststoff.

Idee aus der Not geboren
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Anfang der 70er-Jahre macht die Ölkrise dem Spielwarenhersteller schwer zu schaffen. Dazu kommt die zunehmende Konkurrenz aus Billiglohnländern bei Kunststoff-Spielzeug. Zusammen mit seinem Entwickler Hans Beck (Bild, 2009 verstorben) denkt sich Brandstätter das Playmobil-Konzept aus. Im Mittelpunkt stehen die 7,5 Zentimeter großen Figuren, die Brandstätter am Anfang gar nicht gefallen haben sollen. 1974 erfolgt die Markteinführung.

Produktion auf Malta
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Die Playmobil-Figuren werden anfangs ausschließlich per Hand montiert – ab 1976 auf Malta. Dort baut Brandstätter eine Fabrik auf.

Sieben Teile pro Figur
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Die Playmobil-Figuren bestehen aus sieben Einzelteilen. Der Erfolg stellt sich bereits unmittelbar nach der Markteinführung ein: Die Nachfrage kann kaum gedeckt werden.

Weniger Handarbeit
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Die Produktionskapazität wird im Laufe der Jahre immer weiter erhöht. Die Endmontage per Hand ist heute eher die Seltenheit, Figurenautomaten haben diesen Arbeitsschritt übernommen. Allein die Fabrik auf Malta (im Bild) hat heute eine Kapazität von 100 Millionen Figuren pro Jahr.

Weltweite Expansion
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In den 1980er-Jahren verbreitet sich Playmobil weltweit. Zahlreiche Vertriebsgesellschaften werden gegründet.

Milliarden-„Population“
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Bis 2015 werden insgesamt 2,8 Milliarden Playmobil-Figuren produziert. Seit 1974 entstehen knapp 4700 verschiedene Varianten. Es gibt kaum eine Figur, die es nicht gibt...

  • rtr
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