Maues China-Geschäft
Remy Cointreau warnt vor Gewinneinbruch

Die verschärften Benimmregeln in China machen dem französischen Spirituosenhersteller Remy Cointreau zu schaffen. Wegen schwacher Geschäfte warnt der Konzern vor einem Gewinneinbruch.
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ParisDer französische Spirituosenhersteller Remy Cointreau kommt nicht gegen die verschärften Benimmregeln in China an. Wegen schwacher Geschäfte in der Volksrepublik warnte die Nummer zwei der Branche am Dienstag vor einem Gewinneinbruch im Gesamtjahr von mindestens einem Fünftel. Im abgelaufenen Finanzjahr lag der Betriebsgewinn bei rund 245 Millionen Euro. Im ersten Geschäftshalbjahr 2013/14 fiel das operative Ergebnis um sieben Prozent auf knapp 133 Millionen Euro. Neben dem Cognac Remy Martin stellen die Franzosen den Orangenlikör Cointreau, den Rum Mount Gay und den Weinbrand Metaxa her.

„Wir erwarten nichts mehr vom chinesischen Neujahrsfest“, sagte Remy-Chef Frederic Pflanz. Bisher sei unklar, wann die Nachfrage wieder anziehe. Normalerweise machte Remy rund um den wichtigsten chinesischen Feiertag sehr gute Geschäfte. Doch neue Regeln für Funktionäre und Behördenvertreter bei der Annahme von Geschenken im Kampf gegen Korruption sowie das verlangsamte Wachstum in der weltweit zweitgrößten Volkswirtschaft hinter den USA erschweren den Absatz - vor allem von Premium-Produkten wie dem Cognac der Marke Remy Martin. Remy-Rivalen wie Marktführer Diageo und Pernod Ricard belastet dies ebenfalls.

Die Remy-Aktie fiel fast zehn Prozent und kam damit in die Nähe eines Zwei-Jahres-Tiefs.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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