Mautstreckenbetreiber
Abertis übernimmt Autostrade

Die italienische Autostrade und die spanische Abertis fusionieren zum größten Mautstreckenbetreiber der Welt mit einem Börsenwert von mehr als 25 Mrd. Euro. Wie die Unternehmen gestern bekannt gaben, will Abertis den italienischen Konkurrenten im Zuge eines Aktientauschs im Wert von 15 Mrd. Euro übernehmen.

kk/scm/agr MADRID/DÜSSELDORF. Der Sitz des neuen Unternehmens ist Barcelona.

Mit der Fusion rüsten sich die Anbieter für die internationale Expansion. Sie wollen 15 Mrd. Euro für anstehende Autobahn-Privatisierungen in Europa und für weitere Zukäufe ausgeben. Schon heute betreiben die beiden Unternehmen rund 6 713 Kilometer Mautstrecken in Europa und Amerika sowie mehr als ein Dutzend Flughäfen unter anderem in London und Stockholm. Zusammengerechnet setzen sie mit 20 000 Mitarbeitern sechs Mrd. Euro um.

Abertis bezahlt eine eigene Aktie je Autostrade-Aktie. Außerdem erhalten die Aktionäre der Italiener eine Sonderdividende von 3,75 Euro pro Titel. Die Transaktion soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Noch müssen die Aufsichtsbehörden dem Deal zustimmen. „In Italien wird das nicht ohne Schwierigkeiten sein“, sagte der Abertis-Chef und designierte Vorstandsvorsitzende der neuen Gruppe, Salvador Alemany, gestern. In Italien hat bereits der Präsident der Linkspartei Margherita, Francesco Rutelli, Zweifel an der geplanten Fusion geäußert, da die Kontrolle und auch der steuerliche Sitz nach Spanien verlagert werden.

Größter Aktionär mit einem Anteil von knapp 25 Prozent wird eine Holding der Benetton-Familie, die derzeit die Mehrheit an Autostrade besitzt. Die beiden Abertis-Großaktionäre, der Baukonzern ACS und die Sparkasse La Caixa, werden jeweils 12,5 und 11,7 Prozent halten.

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