Mayrhuber kündigt härtere Gangart gegenüber Flughäfen an
Lufthansa plant voerst keine weitere Übernahme

Die Deutsche Lufthansa plant nach der Übernahme der Swiss derzeit keine weiteren Zukäufe.

HB FRANKFURT/BERLIN. „Es gibt da jetzt nichts. Wir sind nicht mit hungrigem Bauch unterwegs“, sagte ein Lufthansa-Sprecher am Mittwoch. Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber hatte am Vorabend in Berlin erklärt, europäische Fluggesellschaften müssten für den globalen Wettbewerb künftig eine „kritische Größe“ besitzen, um bestehen zu können.

In Medienberichten hatte es am Mittwoch daraufhin geheißen, Lufthansa erwäge nach der Swiss den Kauf weiterer Fluggesellschaften. Richtig sei, dass für weiteres Wachstum prinzipiell der Ausbau des bestehenden Bündnisses Star Alliance wie auch Übernahmen möglich seien, ergänzte der Sprecher.

Mayrhuber hatte bereits nach der Unterzeichnung der Swiss-Übernahme vor zwei Wochen vor Journalisten erklärt, Lufthansa müsse weiter wachsen, aber weitere Zukäufe seien vorerst kein Thema. Es gehe zunächst darum, Swiss zu integrieren und mit der neuen Tochter zu wachsen.

Mayrhuber kündigte in Berlin zudem eine härtere Gangart gegenüber den Flughäfen an und forderte eine zügigere Abfertigung sowie die gleichen günstigen Konditionen, wie sie Billigfluglinien bekämen, auch für Lufthansa. „Wir werden uns da ändern“, sagte der Lufthansa-Chef. Es könne nicht sein, dass Maschinen seiner Fluglinie etwa in München lange auf die Abfertigung warten müssten und die Folgen allein die Lufthansa zu tragen haben. „Wir stehen eine Viertelstunde auf der Bahn und der Flug nach Frankfurt dauert nur 35 Minuten“, kritisierte Mayrhuber. „Wir werden die Qualität einfordern.“

Billigfluglinien würden häufig schneller abgefertigt und hätten zudem geringere Gebühren zu zahlen: „Ich werde alle die Dinge einführen, die die auch machen“, kündigte er an. Billigflieger zahlten teilweise 30 Prozent niedrigere Gebühren als die Lufthansa.

Mayrhuber nannte als weiteres Beispiel für nötige Änderungen, dass die Sicherheitskontrollen an deutschen Flughäfen teilweise 60 Prozent teurer als im Ausland seien. Er machte aber auch deutlich, dass im eigenen Unternehmen ebenfalls weiter gespart werde. Verluste in einzelnen Unternehmensteilen würden auf Dauer nicht geduldet.

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