McDonald's
Appetit auf Fast-Food größer als erwartet

Der Fast-Food-Riese McDonald's hat im vergangenen Quartal seinen Gewinn überraschend gesteigert. Neue Angebote wie das Frühstück rund um die Uhr zahlen sich aus. Die Aktie steigt gegen den Markttrend.

Oak BrookClowns sind derzeit vor allem im Süden der USA gerne gesehen. Überfälle, Gruselattacken – offenbar machen sich einige Amerikaner kurz vor Halloween einen üblen Spaß mit den skurrilen Kostümen. Ganze Schulen wurden geschlossen, Studenten gingen regelrecht auf Clown-Jagd – die Hysterie kennt keine Grenzen. Sie ist so groß, dass McDonald`s sein Maskottchen Ronald McDonald aufgrund „des aktuellen Klimas bezüglich Clown-Sichtungen“ zurückhaltender einsetzt.

Dem Geschäft scheint das nicht zu schaden. Die weltgrößte Fast-Food-Kette veröffentlichte Quartalszahlen, die den Aktionären gefielen. Zwar sank der Umsatz um knapp drei Prozent auf 6,48 Milliarden Dollar, war damit aber besser als die von Analysten erwarteten 6,28 Milliarden Dollar. Auch der Gewinn je Aktie fiel mit 1,50 Dollar besser aus als die vorhergesagten 1,48 Dollar.

Vor allem die Umsätze der Filialen, die erst seit einem Jahr bestehen, nahmen im jüngsten Quartal um 3,5 Prozent deutlich zu. Das ist eine Trendwende, in den vergangenen Jahren ging das Interessen der Kunden zurück. Die Aktie stieg in einem schwachen Umfeld zur Börseneröffnung um mehr als zwei Prozent.

Verschiedene Angebote lockten die Menschen wieder mehr zu McDonald's. Allen voran das Frühstück, das man sich zu jeder Tageszeit bestellen kann, erfreut sich weiter steigender Beliebtheit. Auch schätzen Kunden die neuen Chicken McNuggets, die ohne Konservierungsmittel hergestellt werden. Auch das Hühnerfleisch ist nicht mehr mit Antibiotika versetzt.

„Heutzutage sind Kunden besser informiert“, sagte Steve Easterbrook, der den Konzern seit einem Jahr leitet und seitdem zahlreiche Reformen durchgesetzt hat, „deswegen verändern wir McDonald's und bieten noch mehr hochwertige und bequemere Optionen für Essen und Getränke an“.

Der Autor ist Managing-Editor des Handelsblatts in den USA. Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Thomas Jahn
Handelsblatt / Korrespondent New York
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